Kolumnen

GnP Geschichtsstunde: Anderson, Renzo, Hughes und UFC Brazil

In unserer Rubrik „Geschichtsstunde" werfen wir jeden Montag einen Blick ins Geschichtsbuch des MMA-Sports und erinnern an die sportlichen und persönlichen Ereignisse, die in der jeweils vergangenen Kalenderwoche ihr Jubiläum hatten. Diese Woche mit: Anderson Silva, Renzo Gracie, Pat Miletich, Matt Hughes und UFC Brazil.

19. Oktober 2013: Velasquez und JDS komplettieren Trilogie
Die aufregendste Trilogie in der Schwergewichtsklasse der UFC fand am 19. Oktober 2013 bei UFC 166 ihr Ende. Dos Santos schlug Velasquez im November 2011 bei der ersten FOX-Veranstaltung der UFC in 64 Sekunden K.o. Ein Jahr später revanchierte sich Velasquez mit einem einstimmigen Punktsieg, während dem er Dos Santos völlig dominierte. Auch bei UFC 166 war Dos Santos chancenlos und diesmal gelang Velasquez ein vorzeitiger Sieg. In der fünften Runde bezwang er ihn nach einem Slam durch technischen Knock-out.

18. Oktober 2002: Gilbert Melendez gibt Profidebüt
Sein guter Freund Jake Shields nahm Gilbert Melendez, wie er ein Ringer, eines Tages zum Training bei Cesar Gracie Jiu-Jitsu mit. Nachdem er im August 2002 ein Amateurturnier der IFC gewonnen hatte, gab Melendez am 18. Oktober 2002 sein Profidebüt. Bei „WEC 5" in seiner Heimat Kalifornien besiegte er Gary Quan in der ersten Runde durch technischen Knock-out. Zwei Jahre später wurde er der allererste Leichtgewichtschampion von WEC.

17. Oktober 1997: Couture stoppt Belfort
Randy Couture hatte im Mai 1997 das Schwergewichtsturnier von UFC 13 gewonnen, aber am 17. Oktober 1997 ging er bei UFC 15 dennoch als Außenseiter in den Kampf gegen den jungen Vitor Belfort, der seine ersten vier Gegner in wenigen Augenblicken K.o. geschlagen hatte. Couture zermürbte Belfort im Clinch, brachte ihn zu Boden und erzielte nach 8:17 Minuten mit Schlägen aus der Back Mount den Kampfabbruch – eine der größten Überraschungen in der noch jungen MMA-Geschichte.

17. Oktober 1995: Renzo Gracie beeindruckt bei US-Debüt
Drei Jahre nach seinem ersten „offiziellen" Profisieg zog es Renzo Gracie in die USA. Bei der Debütveranstaltung der World Combat Championship hatte er kein leichtes Los gezogen. Seine Gegner waren: Ben Spijkers, 1998 Olympia-Dritter im Judo, Phil Benedict, NCAA-Ringer, und James Warring, Box- und Kickbox-Weltmeister. Gracie zwang sie alle in knapp zwei Minuten zur Aufgabe.

16. Oktober 1998: Miletich wird erster UFC-Champion im Weltergewicht
Der Kampfsportveteran Pat Miletich, damals einer der besten Kämpfer der Welt, gewann am 16. Oktober 1998 bei „UFC Brazil" den ersten Weltergewichtstitel der UFC, damals noch als Leichtgewichtstitel bezeichnet. Nach 21 Minuten Kampfzeit setzte er sich gegen Mikey Burnett geteilt nach Punkten durch. Die Interimstitelträger ausgenommen, gab es in der UFC seitdem sieben Weltergewichtschampions. Die erfolgreichsten waren Georges St. Pierre und Matt Hughes.

16. Oktober 1998: UFC veranstaltet erstmals in Brasilien
Am 16. Oktober 1998 debütierte die UFC im Mutterland des Vale Tudo und des brasilianischen Jiu-Jitsu. Angeführt wurde „UFC Brazil" in Sao Paulo von einem Mittelgewichtstitelkampf zwischen Frank Shamrock und John Lober, welchen Shamrock für sich entschied. Außerdem kam es zum Duell zwischen den Nachwuchstalenten Vitor Belfort und Wanderlei Silva. Belfort vermieste Silva das Debüt, indem er ihn in 44 Sekunden mit einer Schlagsalve aus dem Kampf nahm.

15. Oktober 2005: Rory MacDonalds erster Kampf
Der nächste Herausforderer auf den Weltergewichtstitel der UFC, Rory MacDonald, gab am 15. Oktober 2005 im zarten Alter von 16 Jahren sein Profidebüt – nach nur zwei Jahren Training. MacDonald gehört zu der Generation von MMA-Kämpfern, die nicht über eine andere Kampfsportart zum MMA-Sport gekommen sind, sondern direkt alle Disziplinen kombiniert haben. Sein Debüt gewann MacDonald bei einer Veranstaltung der Extreme Fighting Challenge in seiner Heimat Kanada gegen Terry Thiara in knapp zwei Minuten durch Aufgabe.

14. Oktober 2006: Anderson Silva reißt UFC-Titel an sich
Nach seinem schnellen K.o.-Sieg gegen Chris Leben durfte Anderson Silva am 14. Oktober 2006 bei UFC 64 gegen Rich Franklin um den Mittelgewichtstitel der UFC kämpfen. Franklin galt als der Favorit, aber Silva machte schnell klar, dass dem nicht so war. Er dominierte Franklin im Clinch und knockte ihn nach drei Minuten mit einem Kniestoß aus. Es war der Beginn einer beispiellosen Regentschaft, die 2457 Tage andauerte und rekordhafte zehn Titelverteidigungen umfasste.

13. Oktober 1973: Matt Hughes wird geboren
Einer der dominantesten Champions in der Geschichte der UFC erblickte am 13. Oktober 1973 in dem Kuhkaff Hillsboro in Illinois das Licht der Welt. Hughes, der vor allem für sein Ground and Pound gefürchtet war, gewann zwei Mal den Weltergewichtstitel der UFC und verteidigte ihn insgesamt sieben Mal. Im Laufe seiner Profikarriere, die 1998 begann und 2011 endete, siegte er unter anderem gegen Georges St. Pierre, BJ Penn, Royce Gracie, Renzo Gracie, Matt Serra, Carlos Newton, Sean Sherk und, in zwei denkwürdigen Kämpfen, gegen Frank Trigg.