Kolumnen

GnP Awards 2010: Kultigster Kämpfer national

"Big Daddy", der strahlende Gewinner.

Andreas „Big Daddy“ Kraniotakes, ist nicht nur nach seinem wunderschönen Submission-Sieg (Reverse Triangle/Straight Armbar ) gegen Thorsten Kronz wieder sportlich zurück auf der Siegesspur, er konnte sich ebenfalls den GnP Award 2010 in der Kategorie „Kultigster Kämpfer national“ sichern. In diesem Jahr lieferten sich drei Sportler einen heißen Kampf um diesen Award, wobei Andreas Kraniotakes mit 27,9% eurer Stimmen die Nase vorne behielt, dicht gefolgt von dem Kölner Nick Hein (23,8%) und Nordin „Die Fäuste Tangers“ Asrih (20,6%). Den vierten Platz belegte das Ruhrpott-Original Niko „Karl Stahl“ Lohmann (16,5%) und etwas abgeschlagen auf dem fünften und sechsten Platz platzierten sich Igor Montes (7,6%) und Thorsten Klein (3,6%).

Was macht „Big Daddy“ eigentlich so besonders, dass er den Sieg in dieser Kategorie trotz so starker Konkurrenz für sich verbuchen könnte? Der Titel des „kultigsten Kämpfer“ bedeutet für mich, dass es ein Kämpfer schafft, einen „Kult“ um sich herum zu errichten und dabei sogar zu einer „Kultfigur“ werden kann, und wenn dies im vergangenen Jahr irgendeiner geschafft hat, dann Andreas Kraniotakes.

Andreas Kraniotakes in EA Sports MMA Spiel

Jeder ,der Andreas kennt, weiß, dass er eine „Ein-Mann-Marketing-Maschine“ ist. Er ist nicht nur ein spielbarer Charakter im EA-Sports-MMA-Spiel (wie GroundandPound berichtete), oder hat seine eigene StudiVZ-Gefolgschaft, sondern er versteht auch wie kaum ein anderer den Umgang mit den Medien. So haben wir es nicht zuletzt dem gewohnt eloquenten Auftreten von Andreas zu verdanken, dass Mixed Martial Arts bei „Welt der Wunder – Mit Kampf gegen Gewalt“ so positiv wie selten zuvor dargestellt wurde und dafür stehen wir alle ein Stück in seiner Schuld.  Andreas Kraniotakes hat in der Sendung wieder einmal bewiesen, wie gut er sich als Botschafter für den Sport eignet. Doch gerade mit seinen vielen Videoblogs betreibt „Big Daddy“ nicht nur Marketing in eigener Sache, wie manche das wohl glauben mögen, sondern er lässt zugleich auch zu, dass seine Fans ihn so erleben, wie er nun mal ist... total sympathisch. Andreas' schnelle Fäuste, werden wohl nur noch an Geschwindigkeit von seinem regen Geist übertroffen und er ist nun mal einfach jemand, der auch etwas zu sagen hat (siehe hierzu auch die Kolumne „Heavy Duty“) und dies seinen Fans und Freunden zugänglich machen will. Gerade diese Zugänglichkeit und offene, ehrliche Art, die ihm zu eigen ist, hat wohl dazu geführt, dass er eine treue Gefolgschaft für sich gewinnen konnte.

Andreas Kraniotakes im GnP-TV Interview

Wer aber bei der ganzen Medienpräsenz vergessen sollte, dass Andreas Kraniotakes (GT5 Nr.3) in erster Linie ein brandgefährliches Schwergewicht und ein Vollblutsportler ist, der könnte schneller als ihm lieb ist die Deckenbeleuchtung aus der Rücklage bestaunen dürfen. Sportlich war 2010 kein einfaches Jahr für Andreas. Mit hohen Erwartungen traf er im März auf Gerald Turek und ging nach einem unglücklichen eingesprungenen Knie (Flying Knee) nach nur zehn Sekunden in der ersten Runde zu Boden. Danach ging Andreas zum Training nach San Diego (Videoblog aus San Diego) und der nächste Kampf gegen Björn „Gazelle“ Schmiedeberg (GT5 Nr.1) sollte das genaue Gegenteil werden, zu seinem vorherigen Kampf, und zwar eine Schlacht über volle fünf Runden (Schwergewichtstitelkampf bei Respect.4). Obwohl Andreas den Kampf gegen Björn verloren hatte, war dies der Beginn einer freundschaftlichen Zusammenarbeit zwischen der „Gazelle“ und „Big Daddy,“ und das nicht nur sportlich, sondern auch in ihrem gemeinsamen Engagement für Kinder mit dem Projekt „Alles für die Kidz!“ (GnP-TV Interview).

Ende des Jahres bei der Tempel Mix Fight Gala XI war es dann endgültig soweit, dass der Knoten bei Andreas geplatzt ist, er konnte endlich das umsetzen was er sich vorgenommen hatte. Er beschloss das Jahr nicht nur erfolgreich, sondern auch mit dem ersten Submission-Sieg seiner Karriere gegen Thorsten Kronz (GnP-TV-Interview nach dem Kampf). Im Jahr 2010 hat Andreas eindrucksvoll bewiesen, dass es nicht darauf ankommt, wie oft man fällt, sondern wie oft man wieder aufsteht, und er hat somit das Herz eines wahren Kämpfers gezeigt! Für das Jahr 2011 können wir davon ausgehen, dass "Big Daddy" wieder Blut geleckt hat und ehrgeizige Ziele verfolgt.

Was aber Andreas so besonders macht, ist nicht sein Kämpferherz, oder seine sympathische Persönlichkeit, auch nicht, dass er redegewandt ist und sich gut vermarkten kann - vielmehr ist es ausschlaggebend, dass er immer für seine Fans da ist und sie Anteil nehmen lässt an seinem Leben! Und sie haben es Andreas Kraniotakes mit dem GnP-Award 2010 für den „kultigsten Kämpfer national“ gedankt.

Herzlichen Glückwunsch!

Die exakte Stimmverteilung im Überblick:

1. Andreas Kraniotakes (Koblenz) 27,9%
2. Nick Hein (Köln) 23,8%
3. Nordin Asrih (Düsseldorf) 20,6%
4. Niko Lohmann (Bochum) 16,5%
5. Igor Montes (Stuttgart) 7,6%
6. Thorsten Klein (Marl) 3,6%