Kolumnen

Das Comeback von DREAM

Am 29. Mai schickt DREAM seine Bantamgewichte ins Rennen, um sich bei der ersten Veranstaltung in diesem Jahr im Rahmen eines Turniers zu messen. In der Saitama Super Arena Hall kämpfen die Athleten neben dem Turniersieg um drei Plätze im großen DREAM-Welt-Bantamgewichsturnier, welches im September beginnen soll. Der Event, welcher den Namen "Fight for Japan" tragen wird, darf sozusagen als Vorspeise angesehen werden, bis man im September das "Alltagsgeschäft" wieder zum laufen bringt. So jedenfalls die offizielle Stellungnahme.

Zweifellos möchte man sich mit der Veranstaltung im Gespräch halten, bevor die Organisation endgültig abgeschrieben wird. Dadurch versucht man wohl Zeit gewinnen und sich auch gegenüber neuen Sponsoren bzw. Investoren präsentieren. Unter Umständen ist der Event auch als Seitenhieb auf das "Japan Cup"-Projekt von PRIDE-Ex-Geschäftsführer Nobuyuki Sakakibara gedacht, welcher ein ähnliches Konzept für seine Veranstaltung angekündigt hatte.

Außerdem kann man mit dem Event Kämpfer wie Shinya Aoki, Mitsuhiro Ishida oder Joachim Hansen, welche ebenfalls bei der Veranstaltung teilnehmen sollen, aktiv halten, um sie nicht an andere Organisationen zu verlieren. Aus diesen Gründen nimmt DREAM offenbar auch das Risiko in Kauf, einen Event auf die Beine zu stellen, dessen finanzielle Absicherung unsicher erscheint.

Um die Kosten tief zu halten hat man sich wohl auch für ausschließlich regionale Kämpfer und die Bantamgewichtsklasse entschieden, obwohl diese nicht zu den populärsten zu zählen ist und man im September ein weiteres Turnier in dieser Gewichtklasse plant. Darüber hinaus ist es eine der wenigen Gewichtsklassen, denen man derzeit die nötige Tiefe für einen Grand Prix verleihen kann.

Die erhoffte Rückkehr zu alten Stärken bleibt bei der Veranstaltung leider aus. Mit einem mittelmäßigen Event kann man sich leider nur geringfügig von Organisationen wie Shooto, Pancrase oder DEEP abheben. Ob DREAM im September wirklich mit einer großen Veranstaltung das Ruder wenden kann, lässt sich zum derzeitigen Zeitpunkt leider ebenfalls bezweifeln – die positiven Anzeichen dafür fehlen.