Ergebnisse

Zbik verteidigt Gürtel

Zbik vs. Heiland (Alle Fotos via boxing.de)

Wie erwartet konnte Sebastian Zbik (30-0-0, 10 KO) am Samstag seinen WBC Interimstitel gegen den Argentinier Jorge Sebastian Heiland (16-1-0, 8 KO) verteidigen. Es wurde ein deutlicher Punktsieg für das Schweriner Mittelgewicht. Von Beginn an dominierte Zbik den Kampf, attackierte aus der Doppeldeckung mit langen Händen und konterte Heilands Attacken. Der marschierte viel und griff mit hoher Schlagfrequenz an, traf allerdings kaum – fast alle Hände prallten an der Doppeldeckung Zbiks ab oder wurden gemieden und von einem Konterhaken beantwortet. Heiland glänzte durch Nehmerqualitäten und stand einigen deutlichen Treffern noch immer. Man weiß jedoch nicht, ob das hier am Kinn des Argentiniers oder am Punch des Universum Boxers lag. Nach zwölf Runden waren sich die Punktrichter einig und Zbik feierte in der Hamburger o2 World seine dritte Titelverteidigung. Nun will er endlich den längst überfälligen Kampf gegen den „echten“ WBC Champion Sergio Martinez. „Das wird natürlich ein ganz anderes Kaliber“, sagt Zbik und hat damit sehr recht.

Hier der komplette Fight:

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Sartison vs. Gevor

Den Co-Hauptkampf konnte Weltmeister Dimitri Sartison (27-1-0, 17 KO) für sich entscheiden. Mit einem einstimmigen Punktsieg, verteidigte er sein WBA Supermittelgewichtsgold. Sartison hatte Reichweitenvorteile und versuchte seinen Gegner Khoren Gevor (31-5-0, 16 KO) dementsprechend auf Distanz zu halten. Der suchte die Halbdistanz und attackierte mit wilden Kombinationen. In Runde vier wurde er schließlich vom Champion hart erwischt, taumelte, blieb jedoch stehen. Sartison verpasste es jedoch, hier nachzusetzen und den Kampf zu beenden. Gevor, dem sein deutlicher offenbar bewusst wurde, suchte ab Runde neun den KO mit der Brechstange. Unverständlicherweise ließ sich Sartison in eine Prügelei verwickeln und sah dabei nicht unbedingt gut aus. Zu Boden musste jedoch keiner Beiden und der Punktevorsprung des Champions, den er in den früheren Runden aufbauen konnte, reichte zum einstimmigen Sieg. Für Gevor war dies die dritte Niederlage in einem WM-Kampf und vermutlich die letzte Chance auf einen großen Titel.

Alexander Dimitrenko


Alexander Dimitrenko (30-1-0, 19 KO) hat in seinem Kampf gegen Jaroslav Zavorotny (14-5-0, 12 KO) die Chance auf den EBU Euromeistertitel im Schwergewicht. Er ließ sie nicht ungenutzt. Nach einer recht verhaltenen Startphase legte Dimitrenko ab Runde drei den Vorwärtsgang ein und begann, Zavorotny mit Kombinationen einzudecken. In der fünften Runde hatte er ihm schließlich so arg zugesetzt, dass der Ringrichter den Ukrainer anzählen musste. Davon erholte der sich nicht mehr. Dem stürmenden Dimitrenko konnte Zavorotny nichts entgegensetzen und wurde schließlich vom Unparteiischen aus dem Kampf genommen.

Anbei der komplette Fight:

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Balzsay vs. Daari

Auch in den Vorkämpfen gab es einige Interessante Paarungen. So konnte sich Karoly Balzsay (22-2-0, 15 KO) in der fünften Runde mit einem KO gegen den Franzosen Aziz Daari  (24-15-4, 20 KO) durchsetzen. Daari diente als Aufbaugegner für Balzsay, der nach zwei enttäuschenden Niederlagen gegen Stieglitz und Gutknecht nun wieder einmal einen Sieg gebrauchen konnte. Schon in Runde vier hatte  Balzsay den Franzosen am Rande des KO. In der Fünften musste er den Sack nur noch zu machen und beendete Daaris Abend mit einer harten linken Cross.

Culcay vs. Ilie

Ebenfalls siegreich war Amateurtalent und Jungprofi „Gold“ Jack Culcay (6-0-0, 3 KO), der gegen den Rumänen Ionut Trandafir Ilie (13-5-1) seinen sechsten Sieg im sechsten Profikampf feiern konnte. Culcay zeigte technisch sehenswertes Boxen, schlug variabel und blieb beweglich. In Runde vier schickte er seinen Gegner zweimal durch Leberhaken auf die Bretter. Nach weiteren schnellen Atacken und diversen Treffern ging Ilie zum Ende der vierten Runde das dritte mal zu Boden. Der Ringrichter nahm den Rumänier daraufhin aus dem Kampf.

Gomez vs. Page

Auch Juan Carlos Gomez (48-2-0, 36 KO) konnte einen Sieg feiern. Sein Comeback gegen Aufbaugegner Zack Page (21-30-2, 7 KO). war ein erfolgreiches. In bekannter Manier sprang er vor dem Kampf über die Seile. Nach dem Rundengong sicherte er sich sofort die Ringmitte und attackierte den Amerikaner von dort aus. Der fand, wie erwartet, kein probates Mittel gegen den Kubaner und verlor so jede der acht Runden.

Anbei der komplette Fight:

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Matern vs. Moroseks

Nachwuchstalent Artur Matern (4-1-0, 3 KO) bewies Kämpferherz. Nachdem Gegner Semjons Moroseks (1-3-1, 0 KO) den Universum Boxer am Ende der ersten Runde mit einer Rechten zu Boden schickte, kam der zurück und gewann den ganzen Kampf. Zunächst boxte er deutlich verhaltener, nahm noch einige harte Hände. Ab Runde drei drehte er jedoch auf, attackierte wieder rund wieder mit der Rechten und sicherte sich so nach sechs Runden den einstimmigen Punktsieg.

Der Pole Mariusz Cendrowski besiegte  Bronislav Kubin nach Punkten.

Anbei einige Highlights der Kämpfe von Sartison und Balzsay:

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Mit dieser Fight Night endete die achtjährige Partnerschaft zwischen Universum und dem TV-Sender ZDF. Dazu ZDF-Sportchef Dieter Gruschwitz: „Es waren allein wirtschaftliche Gründe, die ausschlaggebend waren […] Es gab und gibt keine Vorbehalte gegenüber dem Boxsport oder Universum. […] Natürlich kann es auch immer einen Weg für das Boxen zurück ins ZDF geben. Ich kann und will nichts ausschließen.“

Universum Champions Night
31.07.2010
o2 World in Hamburg


WBC Interims Weltmeisterschaft im Mittelgewicht
Sebastian Zbik bes. Jorge Sebastian Heiland nach Punkten (117:111, 177:111, 116:111)  

WBA Weltmeisterschaft im Supermittelgewicht
Dimitri Sartison bes. Khoren Gevor nach Punkten (115:112, 117:109, 117:110)

EBU Europameisterschaft im Schwergewicht
Alexander Dimitrenko bes. Jaroslav Zavorotny via TKO in Runde 5 (1:25)

Vorkämpfe

Karoly Balzsay bes. Aziz Daari via KO in Runde 5 (0:34)
Jack Culcay bes. Ionut Trandafir Ilie via TKO in Runde Vier (2:18)
Juan Carlos Gomez vs. Zack Page nach Punkten (80:72, 80:72, 80:72)
Artur Matern vs. Semjons Moroseks nach Punkten (57:56, 57:56, 58:56)
Mariusz Cendrowski vs. Bronislav Kubin nach Punkten (79:74, 79:73, 79:73)



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