Ergebnisse

Wichmann stoppt Weber mit Guillotine in Runde eins

Sieger im Hauptkampf: Thomas Wichmann (2. v. l.), mit Coach Sandro Zanke (l.), Gegner Eugen Weber (3. v. l.) und Hendryk Kretzschmar. (Alle Fotos: Mark Bergmann/GroundandPound)

Ludus Magnus-Headcoach Sandro Zanke betreibt Pionierarbeit im Südharz. Mit seinem Gym hat er eine Referenz in der Region geschaffen, nun will er eine Veranstaltungsreihe etablieren. Die erste Ausgabe der Ludus Magnus Fightnight ging am Samstagabend über die Bühne.

Thomas Wichmann vs. Eugen Weber
Direkt zu Beginn musste Wichmann einen herben Tieftritt wegstecken und benötigte einige Zeit, um sich davon zu erholen. Wieder kampfbereit, deckte er Weber mit harten Lowkicks und langen Händen ein, musste aber auch selbst den einen oder anderen Treffer des routinierten Standkämpfers Weber nehmen. Als beide Kämpfer clinchten, brachte Wichmann seinen Gegner zu Boden und landete in der Mount. Dort attackierte er mit Ground and Pound, bevor er den Kampf nach gut drei Minuten per Guillotine Choke beendete.

Weber tappt im Guillotine Choke.

Normen Koblitz vs. Kevin Kretschmar
Kretzschmar schaffte es recht zügig, Koblitz zu Boden zu bringen, stand jedoch kurz darauf wieder auf und winkte den Ludus Magnus-Schüler nach oben. Dort teilten beide gehörig aus, bis es wieder auf den Boden ging. Wieder befreite sich  Kretzschmar aus der Guard und stand auf, musste aber einen Kick von Koblitz nehmen, der offenbar gut am Kopf traf. Koblitz setzte nach, sprang in die Guillotine und finalisierte somit nach 2:43 Minuten seinen Gegner.

Die eingesprungene Guillotine führte für Koblitz zum Sieg.

Maik Täubig vs. Alex Ananev
Nach einem kurzen Schlagabtausch gelang Täubig ein schöner Trip-Takedown. Am Boden ließ er sich kurze Zeit später sweepen, konnte Ananev aber gut blockieren, so dass dieser aus der Guard nur einen einzigen Wirkungstreffer in der ersten Runde erzielen konnte. Täubig versuchte sich an diversen Armhebeln, kam damit aber auch nicht zum Ziel.

In Runde zwei ging Täubig zu wild in den Mann und wurde kurz darauf zu Boden gebracht. Dort sicherte sich Ananev die Side-Mount und später die Mount, befand sich aber schnell wieder in der Guard. Einen Triangle-Versuch Täubigs konnte er verteidigen, ansonsten aber erneut nicht viele Treffer landen, da Täubig gut sperrte. Ananev öffnete dennoch einen Cut bei Täubig, weshalb der Kampf nach 4:10 Minuten abgebrochen wurde.

Ground and Pound von Ananev.

Christopher Grolle vs. Stephan Tempelhof
Dass Christopher Grolle K.o.-Power besitzt, bewies er schon im Mai, bei der la familia Fightnight, gegen Phillip Müller. Auch gegen Stephan Tempelhof konnte er wieder einen vorzeitigen Sieg einfahren. Nach nur wenigen Sekunden schickte er den stürmenden Tempelhof mit einem linken Haken durch die Seile. Ein Anzählen war nicht mehr nötig, der Kampf wurde sofort abgewunken. Für Grolle steht nun als nächstes ein WM-Fight an.

Stephan Valentin vs. Sebastian Seibt
Modellathlet gegen Couchpotato, so mutete das Duell zwischen Sebastian Seibt und Stephan Valentin optisch an. Doch „Couchpotato“ Valentin marschierte unaufhaltsam nach vorne. Zu Beginn deckte Seibt ihn noch mit Bomben ein, musste aber immer wieder lange Hände und Lowkicks schlucken – dennoch lag er nach Punkten klar vorn. In Runde drei schien ihm jedoch die Puste ausgegangen zu sein, Valentin übernahm und schlug eine Hand nach der anderen. Einige kamen durch, Seibt drehte sich weg und ging angeschlagen in seine Ecke. Als er nach dem Anzählen des Ringrichters noch immer nicht kampfbereit war, wurde der Kampf abgebrochen. Stephan Valentin, ein Publikumsliebling mit Kämpferherz, ließ sich anschließend frenetisch von den Fans feiern.

Martin Birkner vs. Felix Schmidt
Schmidt marschierte in bester Mike Tyson-Manier mit Schwingern nach vorn. Zwar fehlte im Iron Mikes technisches Vermögen, dessen Aggressivität besaß er dafür schon. Birkner hatte seine liebe Mühe, sich hinter der Doppeldeckung zu verschanzen, konnte jedoch immer wieder auch guter Kontertreffer setzen. In Runde drei bekam Schmidt für wiederholte Innenhandschläge einen Punkt abgezogen, wahrscheinlich reichte es für Birkner deshalb noch zum Unentschieden.

Eric Basse vs. Ronny Kiobasa
Basse begann stark und aggressiv, blieb auch bei Attacken Kiobasas im Mann stehen und konterte. Im Laufe der Zeit schien er jedoch konditionelle Probleme zu bekommen und ließ sich das Heft aus der Hand nehmen. Kiobasa übernahm spätestens ab Runde zwei komplett. Im dritten Durchgang mobilisierte Basse noch einmal seine letzten Kraftreserven und landete einige schöne Treffer, Kiobasas variable Attacken waren aber schlicht zu viel für den Ludus Magnus-Schüler, so dass er nach drei Runden einen einstimmigen Punktentscheid abgab.

Peter Chobanov vs. Toni Wagner
Nach einem Lowkick Wagners, praktisch noch während dem Handshake, verschwendete ein wütender Chobanov keine Zeit und begann aggressiv zu attackieren. Vor allem seine punktgenauen Lowkicks zeigten Wirkung. Nach wenigen Minuten musste Wagner zu Boden und wurde angezählt. Wenig später ging er nach einem Tieftritt erneut zu Boden, entschied sich nach der Erholungsphase aber nicht weiter zu machen und gab auf.

Kevin Westphal vs. Carsten Lorenz
Mit nur einem Tag Vorbereitung stieg Kevin Westphal gegen den Merseburger Carsten Lorenz in den Ring. Sein Strategie war klar: stürmen und ein schnelles Finish erzwingen. Zu Beginn schien dies auch zu klappen, gegen Ende der ersten Runde brach Westphal jedoch ein und nahm immer wieder Lowkicks seines Gegners und bekam zum Ende der Runde noch ein Knie ab.

Auch Runde zwei dominierte Lorenz mit Lowkicks. Zwar landete Westphal zu Beginn einige gute Hände, musste gegen Ende des Durchgangs aber mehrfach nach Oberschenkeltreffern zu Boden. Beim dritten Knockdown brach Ringrichter Christian Schwäblein den Kampf schließlich ab.

Tim Richter vs. Markus Zeising
Zeising hatte gegen den 17-jährigen Tim Richter von Beginn an das Heft in die Hand genommen und die Ringmitte besetzt. Von dort trieb er den kleineren Richter mit Kombinationen durch den Ring. Der hatte Probleme, die Distanz zu überbrücken, landete immer mal wieder die eine oder andere Hand, musste über drei Runden aber zu viele Treffer des Hallensers einstecken. So hieß der verdiente Sieger nach drei Runden Markus Zeising.

Tim Tschacher vs. Elschad Behdudov
Ludus Magnus-Kämpfer Tim Tschacher sollte eigentlich einen Boxkampf bestreiten, wurde aber kurzfristig „umbesetzt“ und fand sich in einem Grappling-Fight wieder. Nach einem Takedown in die Guard Behdudovs sah zunächst alles gut aus, doch der Erfurter Schnappte sich zügig einen Arm, drehte sich auf den Bauch und Tschacher musste abklopfen.

Ludus Magnus Fightnight
14. Juli 2012
Ballsporthalle in Sangerhausen, Sachsen-Anhalt

MMA
Thomas Wichmann bes. Eugen Weber via Guillotine Choke nach 3:15 in Rd. 1
Normen Koblitz bes. Kevin Kretschmar via Guillotine Choke nach 2:43 in Rd. 1
Alex Ananev bes. Maik Täubig via TKO (Cut) nach 4:10 in Rd. 1

K-1
Christopher Grolle bes. Stephan Tempelhof via K.o. in Rd. 1
Stephan Valentin bes. Sebastian Seibt via TKO in Rd. 3

Boxen
Martin Birkner vs. Felix Schmidt endete unentschieden

K-1
Ronny Kiobasa bes. Eric Basse einstimmig nach Punkten
Peter Chobanov bes. Toni Wagner via Aufgabe in Rd. 1
Carsten Lorenz  bes. Kevin Westphal via TKO in Rd. 2

Boxen
Markus Zeising bes. Tim Richter einstimmig nach Punkten

Grappling
Elschad Behdudov  bes. Tim Tschacher via Armbar) in Rd. 1