Ergebnisse

We Love MMA 43: Abeku Afful feiert erfolgreiches Käfig-Comeback

Abeku Afful (re.) ist zurück (Foto: Nazariy Kryvosheyev/We Love MMA)

We Love MMA 43 hielt am Samstag mit 14 Fights in der ausverkauften Barclaycard Arena Einzug in Hamburg. Der Event begann pünktlich und es folgte Schlag auf Schlag ein packender Kampf nach dem anderen. Im größten Ereignis des Abends feierte Lokalmatador Abeku Afful ein umjubeltes Comeback. Wir blicken auf einige Kämpfe zurück.

Nach dem Angriff aus dem Jahr 2016 gaben die Ärzte dem sympathischen Hanseaten Abeku Afful keine Hoffnung, dass er jemals wieder normal laufen könnte, geschweige denn kämpfen. Mit Disziplin und eisernem Willen gelang ihm das Undenkbare, sodass er zwei Jahre später wieder im Käfig stehen konnte. Sein Gegenüber war der starke Ringer Veselin Dimitrov, der auch nach einem kurzen Abtasten zum Shoot ansetzte. Afful, der sich leichtfüßig bewegte, wehrte gekonnt ab. Der gebürtige Ghanaer attackierte mit einem High Kick, rutschte dabei aus und hatte Dimitrov schnell über sich. Doch der Hamburger machte aus der Not eine Tugend. Dimitrov versuchte, aus der Top-Position Kapital zu schlagen, aber fand sich schnell in einem Armbar aus der Unterlage wieder und klopfte noch in der ersten Runde ab. Ein starkes Comeback für Afful.

Tajdaev gewinnt via Split Decision

Zelimkhan Tajdaev feuerte in der ersten Runde einen schnellen High Kick ab, der Andere ins Land der Träume geschickt hätte, aber Charnell Taylor biss sich durch bis zum Ende der Runde. Im zweite Durchgang gelang Tajdaev ein schöner Double Leg Takedown, er bewegte sich in die Sidemount und hielt Taylor auf dem Boden. Statt mit Schlägen zu arbeiten und die Position zu riskieren, presste er Taylor auf die Matte und kontrollierte dort das Geschehen. Die Taktik ging auf, Tajdaev gewann knapp mit einem geteilten Punktsieg.

Ben Adwubi siegt durch Ground and Pound

Einen schnellen Sieg feierte Ben Adwubi. Der junge Mann vom West Fight Elite begann mit Leg Kicks, die Nawid Islam Achakzad alle schlucken musste. Um der Übermacht von Adwubi im Stand zu entgehen, gingn Achakzad auf den Takedown, wurde dabei aber abgewehrt, gedreht und mit brachialem Ground and Pound bearbeitet, bis der Referee einschritt.

Cerci glänzt durch Triangle Choke

Analolie Caveallue kannte zur Freude des Publikums nur einen Weg, und der war nach vorn, um den Schlagabtausch zu suchen. Hassan Cerci traf immer wieder mit sauberen Händen und Lowkicks, aber Cavellue machte stetig Druck und blieb brandgefährlich. In der Zweiten Runde erarbeite sich Cerci aus der Guard einen Triangle Choke, der zum Abklopfen führte.

Hutaev zeigt Textbook-MMA

Der ungeschlagene, in der German Top Ten platzierte Lomali Hutaev präsentierte ein MMA-Tutorial erster Güte gegen den Haudegen Sead Kahrovic. Es begann mit einem Lowkick als Übergang zum Takedown, dann ging Hutaev in die Sidemount über, kurze Zeit später saß er bereits in der Mount und zeigte Ground and Pound wie aus dem Textbuch. Bereits nach 64 Sekunden musste der Kampf abgebrochen werden. Somit steigt der junge Hamburger weiter die Karriereleiter hinauf.

Haqparast mit erfolgreichem Debüt

Hejrat Haqparast, der Bruder von UFC-Kämpfer Nasrat, der durch mehrere Auftritte in der größten Kampfsportliga der Welt die MMA-Community überzeugen konnte, feierte sein Debüt im MMA. Zu Beginn legte der junge Hamburger zu viel Schwung in seine Schläge und Granit Ademi konnte sich seinen Rücken sichern und aus dem Clinch punkten. In der zweiten Runde schickte Haqparast seinen Gegner auf die Bretter, landete in der Mount, erkämpfte sich die Backmount inclusive Body-Triangle und brachte von dort seinen Kontrahenten mit einem Rear-Naked Choke zur Aufgabe.

Kumbu überzeut durch Armbar

Ndonda Kumbu aus Hamburg und Tim Maikowski aus Rostock lieferten sich eine schöne Schlacht, indem der Lokalmatador aber immer eine Nase vorn lag. So sicherte sich Kumbu gleich zu Beginn die High Mount, versuchte einen Guillotine Choke im Stand und klingelte den Rostocker mit einem Haken an. Aus dem Clinch landeten beide am Boden und Maikowski begann mit Schlägen, aber Kumbu zauberte aus der Unterlage einen Armbar, der den Rostocker zum Abklopfen brachte.

Elichanov mit Highlight Reel KO

Ashab Elichanov, der junge Tschetschene aus dem Gorilla Gym, bekannt auch im Grappling für seine Leg Locks, gelang der Knockout des Abends. Alexander Frey sicherte sich einen schönen Takedown, warf den Jungen aus der Hansestadt zu Boden, der sich aber sofort drehte, mit einem Bein und einer Hand abstützte, um den Rostocker in bester Antonio-Inokie-Manier voll ins Gesicht zu treten, was nach 25 Sekunden sofort zum Ende des Kampfes führte. Ein einzigartiger K.o. für Elichanov.

Die Ergebnisse in der Übersicht:

We Love MMA 43
24. November 2018
Barclaycard Arena in Hamburg

Amin Cherkaoui bes. Daniel Makin nach Punkten
Abeku Afful bes. Veselin Dimitrov via Armbar nach 3:09 in Rd. 1.
Zelimkhan Tajdaev bes. Charnell Taylor nach Punkten
Amarildo Margjeka gegen Aslan Isaev endet Unentschieden
Ben Adwubi  bes. Nawid Islam Achakzad via T.K.o. (Schläge) nach 2:16 in Rd. 1
Hasan Cerci  bes. Analolie Cavealiue via Triangle Choke nach 1:53 in Rd. 2
Lomali Hutaev  bes. Sead Kahrovic via T.K.o. (Schläge) nach 1:04 in Rd. 1
Hejrat Haqparast bes. Granit Ademi via Rear-Naked Choke nach 1:48 in Rd. 2
Ndonda Kumbu  bes. Tim Maikowski via Armbar nach 1:32 in Rd. 2
Islam Djabrailov bes. Fardin Gharibzadeh nach Punkten
Tovsultanov Ibrahim bes. Carlos Eduardo via T.K.o. (Schläge) nach 4:59 in Rd. 1
Ashab Elichanov bes. Alexander Frey  via K.o. (Headkick) nach 0:25 in Rd. 1
Finn Schmetzer  bes. Krischan Böhmert nach Punkten
Sead Bekirovic bes. Mijo Milos nach Punkten