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WBSS: Usyk wird vierfacher Weltmeister, Gassiev chancenlos

Oleksandr Usyk (li.) ließ Murat Gassiev keine Chance (Foto: 112 International)

Oleksandr Usyk ist der erste Gewinner der von der WBSS ausgelobten Ali Trophy. Der Ukrainer setzte sich im Cruisergewichts-Finale deutlich gegen den Russen Murat Gassiev durch und hält nun die WM-Titel aller vier großen Verbände.

Oleksandr Usyk ist am Ziel. Der Ukrainer ist unangefochten das beste Cruisergewicht der Erde. In Moskau gewann der Olympiasieger nicht einfach nur einen Kampf gegen Murat Gassiev, er statuierte ein Exempel. Von der ersten Runde an war Usyk der überlegene Boxer. Mit geschickter Fußarbeit, hohem Tempo, einem schnellen Jab und wachsamem Auge ließ Usyk seinem russischen Gegner nie eine Chance.

Gassiev fand zu keinem Zeitpunkt seinen Rhythmus und schaffte es nicht, Usyk zu stellen, um seine harten Schläge anzubringen, denn Usyk ließ ihn ein ums andere Mal ins Leere laufen und sofort die schnellen Fäuste fliegen. Gassiev mühte sich, fand jedoch kein Mittel gegen die Defensive Usyks und landete im ganzen Kampf nur neun Jabs. Und die wenigen Treffer, die er landete, steckte Usyk scheinbar ohne Probleme weg.

So hatten die Punktrichter am Ende einen leichten Job und werteten mit 119:109, 120:108 und 119:109 fast alle Runden für den neuen unangefochtenen Weltmeister der vier großen Verbände Oleksandr Usyk. Wie lange Usyk, der mit dem Turniersieg nun fast alle möglichen Herausforderer beseitigt hat, im Cruisergewicht bleibt, wenn überhaupt, wird nun die große Frage der nächsten Monate.

Braekhus, Chudinov und Briedis siegen

Zuvor konnte Cecilia Braekhus ihre fünf WM-Titel gegen die russische Herausforderin Inna Sagaydakovskaya verteidigen. Die „First Lady“ zeigte sich von Beginn an als deutlich bessere Boxerin und dominierte den Ring. Immer wieder konnte sie Treffer setzen und Sagaydakovskaya im letzten Durchgang sogar stark in Bedrägnis bringen, ging aber kein Risiko ein, sondern gab sich mit einem weiteren deutlichen Punktsieg zufrieden, um weiterhin unangefochten an der Spitze des Frauenboxens zu bleiben.

Ebenfalls erfolgreich waren Fedor Chudinov und Mairis Briedis. Der Russe gewann gegen den Franzosen Nadjib Mohammedi einen geteilten Punktentscheid und damit den Internationalen Titel der WBA im Super-Mittelgewicht. Der Lette Briedis, im Halbfinale der WBSS gegen Usyk unterlegen, gewann gegen den Franzosen Brandon Deslaurier jede Runde.