Ergebnisse

UFC London: Masvidal schockt England mit Till-Knockout!

Jorge Masvidal (Foto: Alexander Petzel-Gligorea/GNP1.de)

Jorge Masvidal heißt der große Gewinner von UFC London. Vor ausverkaufter o2 Arena sicherte sich der Amerikaner einen großen Sieg, indem er Darren Till in der zweiten Runde ausknockte und damit London zum Schweigen brachte.

Jorge Masvidal kam schon wie ein wilder Stier aus seiner Ecke und landete den wohl schnellsten Tieftritt der UFC-Geschichte. Doch Till machte schnell weiter und landete mit einer Linken den ersten Niederschlag des Kampfes. Der Engländer erwischte einen guten Start, doch Masvidal war nicht unterzukriegen und landete ebenfalls gute Treffer bis zum Ende der Runde. Im zweiten Durchgang war es dann an Till mit einem Regelverstoß, er eröffnete mit einem Stich in die Augen.

Danach hatte der Engländer entweder sein Pulver verschossen oder Masvidal sein Timing gefunden, denn der Amerikaner wurde immer selbstsicherer, traf öfter und ließ sich vom kräftigeren Till nicht mehr den Kampf diktieren. Und dann krönte er seine Leistung. Masvidal attackierte, Till wich zurück und wurde dabei von einer Linken hart getroffen, nahm eine Rechte und fiel nach einer weiteren Linken sofort bewusstlos auf die Matte. Ein saftiger Knockout, mit dem Masvidal nicht nur das Publikum zum Schweigen brachte, sondern sich auch selbst in der Gewichtsklasse zurückmeldete.

Edwards ringt Nelson nieder, Reyes siegt unspektakulär

Der Siegeszug von Leon Edwards konnte trotz der lautstarken Unterstützung auch nicht von Gunnar Nelson beendet werden. Nelson setzte dabei den ersten Takedown, doch Edwards konnte sich befreien und revanchierte sich sogar noch in der ersten Runde. Auch im zweiten Durchgang zeigte sich Edwards als besserer Ringer, setzte kurze Treffer nach dem Clinch und schickte Nelson mit einem Ellenbogen auf die Bretter. Nur knapp überlebte der Isländer die Runde. Erst in der letzten Minute der dritten Runde schaffte es Nelson, den Kampf doch noch einmal auf die Matte zu verlagern und landete prompt in der Full Mount. Edwards klammerte nur noch, Nelson konnte keine Treffer landen und dann ging ihm die Zeit aus. Edwards gewann nach Punkten.

Aus dem erhofften Action-Spektakel im Halbschwergewicht zwischen Volkan Oezdemir und Dominick Reyes wurde zuvor recht wenig. Die beiden Kämpfer gingen äußerst taktisch vor und wollten kein Risiko eingehen. Klare Treffer blieben Mangelware. Nach 13 ereignisarmen Minuten erhöhte Reyes in der Schlussphase noch einmal das Tempo gegen den müden Oezdemir, der sich nur noch auf Takedown-Versuche beschränkte, zum Finish reichte es am Ende nicht mehr. Dafür konnte sich Reyes am Ende über einen knappen Punktsieg freuen und weiter ungeschlagen bleiben. Für Begeisterung sorgte der Kampf jedoch nicht.

Wood lässt die Halle jubeln, kontroverser Sieg für Silva

Drei Kämpfe in der UFC, drei Submission-Siege für Nathaniel Wood. Der Lokalmatador hatte es mit dem Mexikaner Jose Quinonez zu tun, der ihn anfangs sehr forderte, bis Wood das Timing im Stand gefunden hatte. Von dort war es nur eine Frage der Zeit, bis Quinones lieber den Clinch suchte. Wood war vorbereitet, zerrte den Mexikaner auf die Matte und konnte, als dieser auf allen vieren Richtung Zaun krabbelte, schnell den Rücken sichern und dort den Rear-Naked Choke ansetzen, der ihm den Sieg brachte.

Claudio Silva setzt seine Siegesserie fort. Gegen Danny Roberts musste er harte Treffer im Stand und auf der Matte nehmen, doch der Engländer machte immer wieder den Fehler und suchte den Clinch. Gegen einen so starken Grappler wie Silva ein Problem, denn immer wieder brachte er sich damit in Gefahr. Nach zweieinhalb sehr umkämpften Runden hatte Silva seinen Gegner in einer Armbar. Roberts hob Silva zum Slam an und warf ihn auf die Matte, fiel dabei aber vornüber und ließ einen Schmerzensschrei los, den der Ringrichter als verbale Aufgabe deutete und den Kampf abbrach, obwohl sich Roberts gerade aus dem Griff befreien konnte. Ein unbefriedigendes Ende eines ansonsten sehr guten Kampfes.

Diakiese, Allen, McCann und Grundy siegen für England

Marc Diakiese ist zurück auf der Siegerstraße. Nach drei Niederlagen in Folge zeigte der „Bonecrusher“ gegen Joseph Duffy eine Top-Leistung im Stand und auf der Matte und sicherte sich abgeklärt alle drei Runden. Anschließend dominierte Arnold Allen drei Runden lang den Kampf gegen Jordan Rinaldi. Dan Ige machte mit dem Schotten Danny Henry kurzen Prozess, schlug ihn nieder, zerrte ihn auf die Matte und brachte ihn mit einem Rear-Naked Choke nach 77 Sekunden zur Augabe.

Richtig laut wurde es beim einzigen Frauenkampf des Abends. Technisch ausbaufähig, lieferten sich Molly McCann und Priscila Cachoeira eine Schlacht mit zahlreichen Treffern auf beiden Seiten, bei der am Ende McCann nicht nur eine monströse Schwellung am rechten Auge, sondern auch den Punktsieg davontrug.

Lokalmatador Mike Grundy eröffnete das Programm in London mit einem technischen Knockout gegen Nad Narimani. Nachdem er selbst harte Treffer nahm, klingelte er Narimani mit einer Linken an und verfolgte seinen Landsmann mit Schlägen durch den Käfig, bis Narimani nicht mehr entkommen konnte, harte Treffer einsteckte und noch im Stand vom Ringrichter beschützt werden musste.

Das Programm in der Übersicht:

UFC on ESPN+ 5
16. März 2019
O2 Arena in London, England

Hauptprogramm
Jorge Masvidal bes. Darren Till via K.o. (Schläge) nach 3:05 in Rd. 2
Leon Edwards bes. Gunnar Nelson geteilt nach Punkten (29:28, 29:27, 28:29)
Dominick Reyes bes. Volkan Oezdemir geteilt nach Punkten (29:28, 28:29, 29:28)
Nathaniel Wood bes. Jose Quinones via Rear-Naked Choke nach 2:46 in Rd. 2
Claudio Silva bes. Danny Roberts via Armbar nach 3:37 in Rd. 3
Jack Marshman bes. John Phillips geteilt nach Punkten (29:28, 28:29, 29:28)

Vorprogramm
Arnold Allen bes. Jordan Rinaldi einstimmig nach Punkten (30:26, 30:27, 29:28)
Marc Diakiese bes. Joseph Duffy einstimmig nach Punkten (30:27, 30:27, 30:27)
Saparbeg Safarov bes. Nicolae Negumereanu einstimmig nach Punkten (29:26, 29:26, 29:27)
Dan Ige bes. Danny Henry via Rear-Naked Choke nach 1:17 in Rd. 1
Molly McCann bes. Priscila Cachoeira einstimmig nach Punkten (29:28, 29:28 29:28)
Mike Grundy bes. Nad Narimani via T.K.o. (Schläge) nach 4:42 in Rd. 2