Ergebnisse

UFC Fight Night 46: McGregor und Nelson mit dominanten Erfolgen

UFC Fight Night in Dublin

Ein Traum ging am 19. Juli für irische MMA-Fans in Erfüllung. Nicht nur, dass die UFC nach Dublin zurückkehrte, sondern mit Norman Parke, Neil Seery, Cathal Pendred, Patrick Holohan und Volksheld Conor McGregor konnten alle Iren einen Sieg davontragen. Doch damit nicht genug. Auch Irlands-Adoptivsohn Gunnar Nelson war erfolgreich und machte damit die große Party für den Inselstaat perfekt. Wir blicken für euch auf die Ergebnisse des Abends.

Conor McGregor vs. Diego Brandao
Beide Kämpfer begeisterten die Zuschauer in den ersten Sekunden mit spektakulären Kicks. Nach längerem Klammern wuchtete Brandao den Lokalmatadoren auf die Matte, doch dieser drehte sich geschickt und landete in der Oberlage. Dort griff er den Brasilianer mit harten Fäusten an, während Brandao vom Rücken aus Beinhebel ansetzten wollte, allerdings erfolgslos blieb. Wieder auf den Beinen traf McGregor mit einem eingedrehten Kick zum Kopf und setzte mit harten Rechten nach. Brandao war angeschlagen und wurde nach Körpertreffern von zwei rechten Geraden zu Boden geschickt. Dort setzte der Ire mit hartem Ground and Pound nach, bis der fast bewusstlose Brasilianer vom Ringrichter aus dem Schlaghagel befreit wurde.

Gunnar Nelson vs. Zak Cummings
TUF-17-Teilnehmer Cummings versuchte Nelson zu stellen, um Schläge anzubringen. Nelson hingegen schien ihn durch seinen unkonventionellen Karate-Stil Probleme zu bereiten, wich Angriffen geschickt aus und konterte mit einzelnen Vorstößen. Beide Kämpfer riskierten wenig, trotzdem feierten die irischen Fans den Kampf frenetisch und feuerten den Isländer Nelson mit Fangesängen an. Nelson war sehr ökonomisch in seinen Angriffen und schlug zwar selten zu, traf dann jedoch fast immer. Nelson fing einen Kick seines Kontrahenten ab, brachte ihn damit zu Boden und kletterte sofort auf den Rücken von Cummings. Nachdem er diesen mit einigen Schlägen bearbeitete, sicherte Nelson den Rear-Naked Choke und damit den Sieg, 12 Sekunden vor Ende des ersten Durchgangs.

Brad Pickett vs. Ian McCall
McCall tänzelte um seinen Gegner herum und versuchte einzelne Treffer anzubringen und sofort wieder auf Distanz zu gehen, was ihm über lange Strecken gelang. Pickett hingegen war bemüht wilde Schwinger in der Mitte des Octagons ins Ziel zu bringen. Bede Athleten trafen, doch war es McCall, der Pickett mit vereinzelten Takedowns und schnellen Kontern sichtlich frustrierte. Beide Kämpfer mussten jeweils einen Tiefschlag einstecken, machten dennoch nach einer kurzen Auszeit weiter. Es waren die Takedowns von McCall, die den Unterschied ausmachten und ihm damit den einstimmigen Punktsieg einbrachten.

Norman Parke vs. Naoyuki Kotani
Der Japaner suchte immer wieder den Clinch, um die Begegnung dadurch auf den Boden zu bringen. Offenbar wollte er sich auf keinen Schlagabtausch mit dem Briten einlassen. Parke hatte jedoch genau das Gegenteil vor und schob Kotani immer wieder von sich und bearbeitete ihn mit harten Fäusten. Kurz vor dem ersten Rundenende musste Kotani, nach einem missglückten Takedownversuch auf die Matte und kassierte dort hartes Ground and Pound.  Die Ringglocke rettete ihn, doch das gleiche Schicksal ereilte ihn in Runde zwei. Diesmal brach der Ringrichter die Begegnung ab, da der Japaner seine Position nicht verbessern konnte, harte Treffer kassierte und die rettende Rundenpause in weiter Ferne lag.

Vorprogramm
Ilir Latifi vs. Chris Dempsey
Nach kurzem Abtasten der Beiden, konnte Latifi seinen Kontrahenten mit einem rechten Lowkick die Füße wegfegen. Beim Aufstehen kassierte Dempsey eine harte Rechte. Latifi folgte mit einer weiteren Links-Rechts-Kombination, die Demspey endgültig K.o. schlug.

Neil Seery vs. Phil Harris
Harris hatte sichtliche Probleme im Stand und versuchte den Kampf immer wieder mit Takedownversuchen auf die Matte zu befördern. Es gelang ihm nicht, denn Seery verteidigte gut und feuerte mit wilden Schwingern um sich. Mehrfach wurde Harris von diesen angeklingelt, fiel rücklings auf die Matte, oder strauchelte orientierungslos durch das Octagon. Zum vorzeitigen Finish reichte es jedoch nicht. Das hinderte die gut gelaunten Zuschauer dennoch nicht daran jeden Angriff des Lokalmatadors Seery lautstark zu feiern, der davon angestachelt aggressiver und selbstbewusster wurde. Nach 15 Minuten konnte der UFC-Debütant auch den klaren Punktsieg einfahren.

Cathal Pendred vs. Mike King
King konnte signifikante Schläge landen und am Boden die bessere Figur machen. Mit einem Rear-Naked Choke brachte er Pendred an den Rand einer Aufgabe, doch dieser hielt eisern dagegen. Auch im GnP-Schlaghagel, versuchte Pendred sich herauszuwinden und schaffte es mit Müh und Not in die zweite Runde. Dort gelang es ihm den Kampf zu drehen. Pendred brachte einen Takedown durch und eroberte kurz darauf den Rücken von King. Dort setzte er einen Rear-Naked Choke an und drückte zu. King fiel in Ohnmacht, so dass der Referee ihn befreien musste, während Pendred feierte.

Tor Troeng vs. Trevor Smith
Eine enge Partie, die hin und her ging. Während Troeng die erste Runde für sich entscheiden konnte durch einen wichtigen Takedown, gewann Smith die Zweite und wurde Troeng mit einem engen Guillotine-Choke gefährlich. Mit einem Arm-Triangle Choke und dominanter Kontrolle konnte Smith auch im letzten Durchgang genug tun, um sich den einstimmigen Punktsieg der Punktrichter zu verdienen.

Cody Donovan vs. Nikita Krylov
Beide Kämpfer lieferten sich eine unterhaltsame Schlacht im Stand, mit vereinzelten Takedowns. Nachdem Donovan eine Pause nach einem Tiefschlag einlegte, stürmte er auf Krylov zu und schickte diesen mit einem Konterschlag zu Boden. Dort angekommen erwehrte sich Krylov einigen Submission-Angriffen, konnte jedoch die Position drehen und selbst aus der Guard zahlreiche Schläge anbringen, bis Ringrichter Marc Goddard dazwischen ging und die Begegnung als T.K.o. zugunsten von Krylov abbrach.

Patrick Holohan vs. Josh Sampo
Nachdem Holohan seinen Kontrahenten mit einem harten Uppercut auf die Matte befördern konnte, klammerte dieser und versuchte Submissions anzubringen. Holohan gelang ein Sweep, nach einem geschickten Armbarversuch von Sampo, den er daraufhin mit einem Rear-Naked Choke erfolgreich zur Aufgabe zwingen konnte.

UFC Fight Night 46: McGregor vs. Brandao
Samstag, 19. Juli 2014
The o2 in Dublin, Irland

Hauptprogramm
Conor McGregor bes. Diego Brandao durch T.K.o. (Schläge) nach 4:05 in Rd. 1
Gunnar Nelson bes. Zak Cummings durch Rear-Naked Choke nach 4:48 in Rd. 1
Ian McCall bes. Brad Pickett einstimmig nach Punkten (30:27, 30:27, 29:28)
Norman Parke bes. Naoyuki Kotani durch T.K.o. (Schläge) nach 3:41 in Rd. 2

Vorprogramm
Ilir Latifi bes. Chris Dempsey durch K.o. (Schlag) nach 2:07 in Rd. 1
Neil Seery bes. Phil Harris einstimmig nach Punkten (30:27, 30:27, 30:27)
Cathal Pendred bes. Mike King durch Rear-Naked Choke nach 3:33 in Rd. 2
Trevor Smith bes. Tor Troeng einstimmig nach Punkten (29:28, 29:28, 29:28)
Nikita Krylov bes. Cody Donovan durch T.K.o. (Schläge) nach 4:57 in Rd. 1
Patrick Holohan bes. Josh Sampo durch Rear-Naked Choke nach 3:06 in Rd. 1