Ergebnisse

UFC 228 Ergebnisse: Tyron Woodley zerstört Darren Till

Tyron Woodley ließ Darren Till keine Chance (Foto: ZUFFA LLC)

Tyron Woodley heißt der alte und neue Champion der UFC im Weltergewicht. Der Amerikaner ließ Darren Till im Titelkampf bei UFC 228 keine Chance. Bevor der Gürtel auf dem Spiel stand, zeigten sich die anderen Kämpfer von ihrer besten Seite und brannten ein Feuerwerk im Octagon ab, wobei sich insbesondere Jessica Andrade, Tatiana Suarez und Aljamain Sterling für größere Aufgaben empfehlen konnten.

Tyron Woodley hat ein weiteres Mal Dana Whites Pläne durchkreuzt. Der vom UFC-Präsidenten oft kritisierte Champion brachte in Dallas den aufstrebenden Engländer Darren Till unsanft auf den Boden der Tatsachen zurück. Woodley ging von der ersten Sekunde an aggressiv nach vorne, forcierte den Clinch und drückte Till an den Zaun. Viel Zeit ließ ihm Ringrichter Dan Miragliotta nicht, schnell wurden die Kämpfer wieder getrennt. Doch daraus sollte Till keinen Vorteil ziehen. Der 25-jährige fand in der ersten Runde überhaupt nicht in den Kampf, wehrte zwar Takedowns ab, aber wurde noch einmal an den Zaun gedrückt und blieb insgesamt viel zu passiv. Im zweiten Durchgang sollte es für den Engländer nicht besser werden.

Till attackierte zwar, aber Woodley konterte den „Gorilla“ schon bei der ersten Gelegenheit aus und schickte ihn mit einer Rechten auf die Bretter. Der Champion ging mit harten Schlägen hinterher und ließ es Ellbogenschläge regnen. Till wehrte sich und klammerte nach Kräften, aber Woodley ließ sich nicht mehr abschütteln. Der 36-Jährige kam in die Half Guard, lockerte mit Schlägen die Deckung, steckte seinen rechten Arm unter Tills Hals durch und setzte einen engen D’Arce Choke an. Dem Engländer blieb nach wenigen Sekunden keine andere Wahl, als aufzugeben und seine erste Niederlage einzustecken.

Für Woodley ein doppelter Triumph, schließlich verteidigte er mit diesem Sieg nicht nur den Weltergewichts-Titel zum vierten Mal, sondern erhielt anschließend auch den schwarzen Gürtel im BJJ von seinem Coach Din Thomas.

Magomedsharipov siegt durch „Suloev-Stretch“

Nur elf Tage vor dem Event nahm Brandon Davis den Kampf gegen Zabit Magomedsharipov an und zeigte sich zuversichtlich, das Grappling des Dagestaners auf die Probe stellen zu können. Der Amerikaner begann dabei furchtlos und lieferte sich im Stand eine überraschend ausgeglichene erste Runde mit dem kreativen Standexperten. Im zweiten Durchgang hatte Magomedsharipov dann jedoch genug davon und ging zum Ringen über.

Gleich mehrfach warf er den Amerikaner auf die Matte, einmal durch einen schönen Slam am Käfig. Am Boden angekommen, sollten Davis die Worte zum Verhängnis werden, denn Magomedsharipov sicherte sich den Rücken des 28-Jährigen, packte sich das linke Bein und zog es mit dem so genannten „Suloev Stretch“ an sich, sodass Davis nach knapp vier Minuten in dieser seltenen Kneebar aus der Backmount abklopfen musste.

Andrade mit Knockout gegen Kowalkiewicz

Jessica Andrade ist dem Titelkampf einen Schritt nähergekommen. Die Brasilianerin legte gegen Karolina Kowalkiewicz los wie die Feuerwehr und brachte die Polin schon nach wenigen Sekunden mit harten Händen ins Wanken. Kowalkiewicz überstand das Trommelfeuer und kämpfte sich zurück. Allerdings nur eine Momentaufnahme. Schon beim nächsten Schlagabtausch nach knapp zwei Minuten Kampfzeit wurde sie von einem brachialen rechten Haken ausgeknockt. Ein seltener „One-Punch-Knockout“ bei den Damen.

Im Gegensatz dazu blieb das Duell der beiden Top-Ten-Bantamgewichte Jimmie Rivera und John Dodson weit hinter den Erwartungen zurück. Die beiden kämpften sehr taktisch, klare Treffer waren die Ausnahme. Die besseren hatte dabei Jimmie Rivera, dem am Ende der Punktsieg zugesprochen wurde. Besser machte es davor Abdul Razak Alhassan. Erst kam er zu „Circle Of Life“ aus dem Disney-Film „König der Löwen“ in die Halle, dann pulverisierte er Niko Price innerhalb von nur 43 Sekunden. Für den Ghanaer der vierte Sieg im fünften UFC-Kampf, jeweils durch Erstrunden-Knockout.

Suarez, Sterling und Co. sorgen für Highlights im Vorprogramm

Den Vorkämpfern hatte man in Texas scheinbar auch etwas ins Wasser getan, denn das komplette Vorprogramm strotzte nur so vor Highlights. Tatiana Suarez dominierte Ex-Champion Carla Esparza auf dem Weg zu einem T.K.o.-Sieg. Aljamain Sterling brachte Cody Stamann mit der gleichen Technik wie später Magomedsharipov zur Aufgabe und Geoff Neal brachte sich mit einem Head Kick gegen Frank Camacho als Kandidaten auf den Knockout des Jahres ins Spiel.

Zuvor hatten Kämpfer mit dem Nachnamen White wenig zu lachen. Diego Sanchez feierte durch sein Grappling einen deutlichen Punktsieg über den Waliser Craig White, auch wenn die Punktezettel nicht ganz die Dominanz des „Nightmares“ widerspiegelten und Jim Miller klingelte Alex White erst im Stand an und machte dann schon nach 90 Sekunden mit einem Rear-Naked Choke den Sack zu. Im zweiten Kampf des Vorprogramms ließen zudem Irene Aldana und Lucie Pudilova drei actionreiche Runden lang die Fäuste fliegen. Das sehenswerte Duell wurde geteilt nach Punkten für Aldana gewertet.

Die Ergebnisse im Überblick:

UFC 228: Woodley vs. Till 
8. September 2018
American Airlines Center in Dallas, Texas, USA

Titelkampf im Weltergewicht
Tyron Woodley bes. Darren Till via D’Arce Choke nach 4:19 in Rd. 2

Jéssica Andrade bes. Karolina Kowalkiewicz via K.o. (Schlag) nach 1:58 in Rd. 1
Zabit Magomedsharipov bes. Brandon Davis via Kneebar nach 3:46 in Rd. 2
Jimmie Rivera bes. John Dodson einstimmig nach Punkten (30:27, 30:27, 29:28)
Abdul Razak Alhassan bes. Niko Price via T.K.o. (Schläge) nach 0:43 in Rd. 1

Vorprogramm
Tatiana Suarez bes. Carla Esparza via T.K.o. (Schläge) nach 4:33 in Rd. 3
Aljamain Sterling bes. Cody Stamann via Kneebar nach 3:42 in Rd. 2
Geoff Neal bes. Frank Camacho via K.o. (Head Kick) nach 1:23 in Rd. 2
Darren Stewart bes. Charles Byrd via T.K.o. (Schläge) nach 2:17 in Rd. 2
Diego Sanchez bes. Craig White einstimmig nach Punkten (30:27, 30:27, 30:27)
Jim Miller bes. Alex White via Rear-Naked Choke nach 1:29 in Rd. 1
Irene Aldana bes. Lucie Pudilova geteilt nach Punkten (29:28, 28:29, 29:28)
Jarred Brooks bes. Roberto Sanchez einstimmig nach Punkten (29:28, 29:28, 29:28)