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Tyson Fury zwingt Dereck Chisora in die Knie

Chisora vs. Fury II: Bad Blood

Ein von Passivität geprägter Kampf beendete am gestrigen Samstag die Boxnacht in der ExCel Arena in London. Am 29. November standen sich Tyson Fury und Dereck Chisora im Duell um den EM-Titel nach Version der EBU im Ring gegenüber. Fury siegte dabei vorzeitig, als Chisoras Ecke in der 10. Rundenpause das Handtuch warf. Wir blicken für euch auf die Geschehnisse des Schwergewichtsduells, das den Beinamen "Bad Blood" trug.

Tyson Fury spielte seine Reichweite im Rückkampf der beiden Plappermäuler perfekt aus. Immer wieder beschäftige er seinen Kontrahenten mit schnellen Jabs und hielt ihn so auf Distanz. Dereck Chisora hingegen traf selten, landete immer wieder im Clinch und trug damit das Gewicht des einen Kopf größeren Fury. Dieses Vorgehen zehrte an seinen Kräften, denn mehr als zwei Schläge hintereinander brachte Chisora nicht an den Mann und war kaum angriffslustig.

Fury punktete aus der Ferne, doch brachte er selten mehr als nur den Jab ins Ziel. Im vierten Durchgang wurde „Del Boy“, so Chisoras Spitzname, von Furys linker Schlaghand kurz angeklingelt, kämpfte sich jedoch wieder zurück. Der aus Manchester stammende Fury ließ seinem Gegner auch weiterhin keine Chance und frustrierte Chisora mit Führhänden. Chisora ging kein Risiko ein, schlug selten mehr als eine Hand und konnte so auch keine Runde für sich entscheiden.

Allgemein war die Begegnung recht träge, ihr fehlte es an Tempo, was Buh-Rufe der Zuschauer keine Seltenheit machte. Besonders nach den vielen verbalen Stimmungsmacher beider Kämpfer gepaart mit dem Motto "Bad Blood", hatte man mit mehr Feuer im Ring gerechnet. „Entweder kämpft ihr jetzt, oder wir hören auf und gehen alle nach Hause“, so der Ringrichter zu beiden Kämpfen in Runde acht.

Fury erhöhte das Tempo und brachte einige linke Aufwärtshaken ins Ziel, die Chisoras rechte Gesichtshälfte anschwellen ließen. Entmutigt gab die Ecke des „Del Boy“ die Begegnung in der Pause zur elften Runde verloren, während der Ringrichter daraufhin das Handsignal zum Kampfende signalisierte.

„Ich bin sehr stolz auf meine Leistung“, so ein sichtlich zufriedener Fury im Abschlussinterview, der mit diesem Erfolg den 23. Sieg in Folge einfahren konnte. Nun will er als nächstes gegen Wladimir Klitschko boxen.

„Er ist der Pflichtherausforderer auf den WM-Titel“, erklärte Furys Manager Mick Hennessy. „Klitschko sollte ihn im Juni oder September boxen. Der große Kampf steht an und Klitschko soll ihn annehmen und sich nicht herausreden.“

Im Co-Hauptkampf setzte sich Liam Walsh gegen Gary Sykes durch, während Frankie Gavin und Billy Joe Saunders in den Begegnungen zuvor die Faust zum Triumph heben durften.