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Tyson Fury feiert glanzloses Comeback

Tyson Fury ist zurück. In seiner Heimatstadt Manchester kehrte der „Gipsy King“ nach fast drei Jahren Pause in den Ring zurück und gab gegen Sefer Seferi sein Comeback. Von der Weltspitze ist der frühere Champion mit dieser Leistung jedoch weit entfernt.

Willkommen zurück, Tyson Fury. Zweieinhalb Jahre, nachdem der Engländer Wladimir Klitschko entthronen konnte, kehrte Fury nach zahlreichen Skandalen mit der passenden Musik von Afromans „Because I Got High“ in den Ring zurück und sicherte sich sofort die Lacher im Publikum. Dieses Lachen sollte den Fans jedoch schnell vergehen, denn Fury ließ anschließend gegen Sefer Seferi vieles vermissen.

Der Schweizer war von der ersten Sekunde an chancenlos. Seferi, der einen Kopf kleiner und gestern bereits 66 Pfund leichter war, kam nie auch nur in die Nähe eines Wirkungstreffers, sondern wurde von Fury teilweise einfach nur weggedrückt und herumgeschoben. Der „Gipsy King“ schien in seinem Comeback eher unterhalten, denn gewinnen zu wollen, denn es gab mehr Provokationen und Mätzchen, als Treffer des Engländers.

Die Fans wurden von Runde zu Runde unruhiger und als im Publikum eine Schlägerei ausbrach, schienen Fury und Seferi kurzfristig mehr daran als an ihrem eigenen Kampf interessiert. Auch das Ende sorgte nicht mehr für Versöhnung, denn nachdem er vier Runden lang nur hinterher lief und keinen Schaden anrichten konnte, selbst aber auch kaum Treffer einstecken musste, hatte Seferi genug für seine Gage getan und gab in der Rundenpause auf.

Zuvor sicherte sich der Amerikaner Maurice Hooker den vakanten WM-Titel der WBO im Super-Leichtgewicht gegen den favorisierten Terry Flanagan. Flanagan konnte sein Heimspiel nicht nutzen und kam vor allem in der ersten Hälfte nicht mit Hookers Länge zurecht.

In der siebten Runde steckte der Engländer zudem noch eine Platzwunde weg, als die beiden mit den Köpfen aneinanderprallten. Davon angestachelt, erhöhte Flanagan zwar das Tempo, am Ende entschieden die Puntkrichter jedoch zu Gunsten des Amerikaners Hooker, der seinen ersten WM-Titel feierte.