Ergebnisse

Strikeforce: Los Angeles Ergebnisse

Fotos via strikeforce.com

Den Hauptkampf der gestrigen Strikeforce-Veranstaltung bestritten die UFC-Veteranen „Ruthless“ Robbie Lawler und Renato „Babalu“ Sobral. Strikeforce CEO Scott Coker verkündete im Vorfeld, dass der Gewinner des Kampfes als Belohnung eine Titelchance gegen den frischgebackenen Champion „King“ Mo Lawal erhalten würde. Es stand also einiges auf dem Spiel.

Zu erwareten war, dass Sobral gegen den extrem KO-gefährlichen Lawler schnell den Bodenkampf suchen würde, doch weit gefehlt: Er boxte mit und machte eine recht gute Figur dabei. Lawler war dagegen zu inaktiv, seine Hände zu tief, sollten den Brasilianer wohl locken. Der blieb jedoch bedacht, glänzte mit harten Kicks und Kniestößen aus dem Clinch. Konterpuncher Lawler spielte einige Male den übertrieben erschöpften oder angeschlagenen Fighter, um Sobral zu einem wilden Schlagabtausch zu bewegen. Der ließ sich aber zu nichts unüberlegtem hinreißen und attackierte weiter mit langen Händen und Kicks.Stand geübt: Renato Sobral punktet  Robbie Lawler aus.

Viele Körpertreffer Sobrals schienen Lawler im Laufe des Kampfes den Atem zu rauben, in Runde drei war er bereits deutlich langsamer als zu Beginn des Fights. Dennoch machte er hier endlich mehr Druck, schien zu bemerken, dass Sobral nach Punkten vorn liegen könnte. Der Einsatz kam jedoch zu spät, nach drei Runden fiel das einstimmige Urteil der Punktrichter zu Gunsten von Renato Sobral, der mit der boxerisch wohl besten Leistung seiner Karriere den im Standkampf klar favorisierten Robbie Lawler klar auspunkten konnte.

Im Interview nach dem Kampf verkündete der deutlich gezeichnete Sieger im Übrigen, keine Ambitionen zu haben, gegen seinen Freund „King“ Mo Lawal um den Titel zu kämpfen. Stattdessen hätte er gern einen Rückkampf gegen Dan Henderson, auf den er vor 11 Jahren bei Rings - King of Kings traf und verlor.

Evangelista „Cyborg“ Santos konnte sein Weltergewichtsdebüt bei Strikeforce zu einem erfolgreichen machen. Nach nur wenigen Sekunden besiegte er den als neuen Mirko Cro Cop gefeierten Marius Zaromskis via TKO. Nachdem beide Kämpfer harte Hände und gute Kicks austauschten und Beide ihre Treffer hatten, gelang es Cyborg, seinen Gegner mit einer Schlagkombination anzuknocken. Er blieb jedoch bedacht und verfolgte Zaromskis nicht ohne Vorsicht. Kurz darauf traf er erneut hart, dieses Mal mit einem rechten Highkick. Wieder schien Zaromskis davon sehr mitgenommen. Wie aus Verzweiflung sprang der junge Litauer mit einem Flying Knee in Richtung des Brasilianers. Der konnte aber mit seinen Händen kontern und schickte Zaromskis auf die Bretter. Cyborgt folgte und setzte nach, doch Referee Herb Dean ging sofort dazwischen und verschonte Zaromskis vor weiterem Schaden.

Schnelles Ende für Marius Zaromskis.

Army Ranger Tim Kennedy verdiente schnelles Geld, indem er Südafrikaner Trevor Prangley in Runde eins via Choke besiegen konnte. Prangley schickte Kennedy zu Beginn mit einem Hüftwurf auf den Boden. Der stand jedoch sofort wieder auf und brachte Prangley an der Käfigwand auf die Matte. Dort passierte er sofort in die Mount, Prangley drehte sich, gab den Rücken frei und musste kurz darauf im Rear-Naked Choke tappen.

Conor Heun, der als Ersatz für „Krazy Horse“ Charles Bennett eingesprungen war, lieferte sich eine sehenswerte Schlacht mit K.J. Noons. Heun suchte zu Beginn direkt den Bodenkampf, was Noons zunächst gut verteidigte. Schließlich musste er aber doch auf die Matte und hatte dort schwer zu tun, nicht submittet zu werden. In Runde zwei ließ sich Heun auf den Standkampf ein. Das stellte sich als Fehler heraus, denn Noons war hier klar besser. Gute Treffer zum Körper und Kopf Heuns zeigten schnell ihre Wirkung. Im dritten Durchgang hatten beide Kämpfer ihre Momente. Noons Treffer schienen jedoch mehr Wirkung zu entfalten, Heuns Takedownversuche wurden beinahe beiläufig abgewehrt. Zwei von drei Punktrichtern gaben den Kampf daraufhin an K.J. Noons.

In einem der beiden Vorkämpfe konnte Jeremy Umphries seinen Gegner RJ Clifford in einen Rear-Naked Choke zwingen. Clifford weigerte sich jedoch zu tappen. So schlief er ein und der Referee beendete den Kampf nach 2:27 Minuten in Runde zwei.

Im Opener des Abends besiegte Hugo Sandoval Marcus Kowal via TKO in Runde zwei. Ein Aufwärtshaken Sandovals schickte Kowal auf die Bretter. Dort setzte Sandoval nach und der Referee stoppte den Kampf.

Anbei die Ergebnisse im Überblick:

Strikeforce: Los Angeles
16. Juni 2010
Nokia Theatre, Los Angeles, Kalifornien, USA


Hauptkämpfe
Renato Sobral bes. Robbie Lawler nach Punkten (einstimmig)
Evangelista Santos bes. Marius Zaromskis via TKO nach 2:38 in Rd. 1
Tim Kennedy bes. Trevor Prangley via Rear Naked Choke nach 3:35 in Rd. 1
KJ Noons bes. Conor Heun nach Punkten (geteilt)

Vorkämpfe
Jeremy Umphries bes. RJ Clifford via Rear Naked Choke nach 2:27 Rd. 2
Hugo Sandoval bes. Marcus Kowal via TKO nach 0:43 in Rd. 2