Ergebnisse

SMMAC 5: Bortoluzzi und Amizhaev krönen sich zu Champions

Die fünfte Auflage der Swiss MMA Championship ist Geschichte. Die Fans im gut gefüllten Sportzentrum Rankhof in Basel wurden Zeugen davon, wie zwei neue Champions gekürt wurden. Auch die anderen Kämpfer im Programm wussten zu überzeugen.  Von 13 Kämpfen endeten ganze neun vorzeitig.

Im Hauptkampf des Abends ließ sich Idris Amizhaev nicht lange bitten und machte kurzen Prozess mit Christophe Grare. Von der ersten Sekunde an feuerten beide Kämpfer wilde Schwinger ab. Während dieses ersten Schlagabtausches landete der Franzose einen guten Treffer, der Amizhaev kurz zurückschrecken ließ. Die Freude hielt jedoch nicht lange: Mit einem perfekt getimten rechten Haken schickte der 25-Jährige seinen Kontrahenten brutal zu Boden. Zwei weitere Schläge später war Grare im Land der Träume und Amizhaev durfte sich das neu errungene Gold im Halbschwergewicht um die Hüften schnallen.

Bortoluzzi und Benaschi liefern sich Schlacht

Wesentlich länger ging der zweite Titelkampf des Abends. Im Bantamgewicht stand der Schweizer Lokalmatador Kenji Bortoluzzi dem Italiener Davide Benaschi gegenüber. Zu Beginn des Kampfes lieferten sich die beiden Athleten ein Gefecht im Stand, das von Lowkicks geprägt war. Im Verlaufe der ersten Runde initiierte Benaschi den Clinch und begann, an einem Takedown zu arbeiten. Dies rächte sich jedoch, als Bortoluzzi bei einem dieser Versuche in der Oberlage landete. Nach einigem Ground and Pound aus der geschlossenen Guard kamen sie schließlich wieder auf die Beine und schlossen die Runde dort ab.

Auch im zweiten Durchgang blieb das Duell eine enge Kiste. Bortoluzzi setzte im Stand mit linken Haken und Kicks Akzente, während sein Kontrahent weitere Lowkicks in Ziel brachte. Zudem fanden einige Kombinationen Benaschis ihr Ziel. Anschließend folgte eine weitere Sequenz, in der Benaschi im Clinch versuchte, das Gefecht auf die Matte zu verlagern. Abgerundet wurde der Durchlauf durch einen engen Schlagabtausch.

In der vierten Runde drehte Davide Benaschi nochmals auf und klingelte seinen Schweizer Kontrahenten mit einer Schlagsalve an. Dieser rettete sich mit einem Wurf und verbrachte die verbleibenden Minuten in der Oberlage. Dieses Rezept war auch im letzten Durchgang von Erfolg gekrönt. Schon früh brachte Bortoluzzi Benaschi auf den Boden und kontrollierte von dort aus das Geschehen. Ein aussichtsreicher Guillotine-Choke war schließlich die letzte Offensiv-Aktion, die der Italiener anbringen konnte. Nach fünf hart umkämpften Runden waren die Punktrichter am Zug: Alle Offiziellen werteten den Kampf zugunsten von Kenji Bortoluzzi. Somit ist der Schweizer vom Buddy Gym St. Gallen der erste SMMAC-Champion im Bantamgewicht.

Starke Leistungen von Terzic, Buser und Kashani

Im Co-Hauptkampf des Abends zeigte Aleksandar Terzic auf, warum er als großes Talent im deutschsprachigen Raum gilt. Der 23-Jährige verlagerte seinen Kampf gegen Jordan Beljic sofort auf den Boden, um dem Gefecht dort seinen Stempel aufzudrücken. Zwar arbeitete der Franzose aus der Unterlage an Submissions, konnte dem Serben jedoch nie gefährlich werden. Wieder im Stand angekommen, schlugen beide wilde Schwinger, bevor Terzic erneut einen Takedown anbrachte. Diese Marschroute zog er diszipliniert bis zum letzten Rundengong durch. Nach drei Runden hatten die Punktrichter keine Wahl, als ihn verdient zum Sieger zu erklären.

Einen von zwei Superfights im K-1 entschied Kevin Buser für sich. Der Lokalmatador vom Golden Dragon Basel legte von Beginn an den Vorwärtsgang ein und drängte Madalin Mogos an den Käfig. Der Superkombat-Veteran, der von Weltklasse-Kickboxer Bogdan Stoica trainiert wird, versteckte sich hingegen hinter seiner Doppeldeckung und verlegte sich aufs Kontern. So landete auch er Treffer, die seinen Kontrahenten durchrüttelten. Im weiteren Verlauf war es dann die Ausdauer Busers, die den Unterschied machte. Nach der vollen Kampfdistanz wurde er von den Offiziellen zum Sieger erklärt, was die Fans mit lautstarkem Applaus quittierten.

Hochklassiges Grappling zeigte der Schweizer Dario Kashani. Ohne langes Zögern brachte er seinen Gegner Laurent Laborde auf die Matte und dominierte ihn dort nach Belieben. Transition um Transition reihten sich aneinander, bis er schließlich einen Armhebel ansetzte, aus dem es kein Entrinnen gab.

Für krachende Knockouts sorgten die Kickboxer Robert Hodea und Behar Sadiku. Hodea lieferte sich einen knappen Kampf mit Mirnes Celebik, musste in der dritten Runde sogar zu Boden. Dann zog er das Tempo nochmals an und krönte sein Comeback mit einem Leberhaken-K.o. Behar Sadiku hatte weit weniger Probleme mit Yannick Penserini. Von Beginn an diktierte er das Geschehen mit Frontkicks und knackigen Kombinationen. Noch in der ersten Runde war es dann ein eingesprungener Kniestoß zum Körper, von dem sich der Franzose nicht mehr erholen konnte.

Anbei findet ihr die Ergebnisse in der Übersicht:

SMMAC 5
25. November 2017
Sportzentrum Rankhof, Basel, Schweiz

MMA
Titelkampf im Halbschwergewicht
Idris Amizhaev bes. Christophe Grare via K.o. (Schläge) in Rd. 1

Titelkampf im Bantamgewicht
Kenji Bortoluzzi bes. Davide Benaschi einstimmig nach Punkten

Aleksandar Terzic bes. Jordan Beljic einstimmig nach Punkten
Magomed Ayshkanov bes. Sladjan Dragisic via Armbar in Rd. 1
Bardh Kadriu bes. Thomas Soltani via Armbar in Rd. 2
Dario Kashani bes. Laurent Laborde via Armbar in Rd. 2
Davide la Torre bes. Dusan Salkanovic via Guillotine-Choke in Rd. 3
Marco Signer bes. Dalibor Bogdanov einstimmig nach Punkten
Loic Maurice bes. Clauzier Ervan via Rear-Naked-Choke in Rd. 2

Kickboxen
Kevin Buser bes. Madalin Mogos einstimmig nach Punkten
Behar Sadiku bes. Yannick Penserini via K.o. (Knie) in Rd. 1
Robert Hodea bes. Mirnes Celebik via K.o. (Schläge) in Rd. 3
Dominik Hürzeler bes. Hannes Deuring via K.o. (Schlag) in Rd. 2