Ergebnisse

Schnelle Siege für "Rodja" und "Sorriso" bei WFC 13

WFC 13 (Poster via WFC.si)

Wenige Tage nachdem das serbische Parlament „Freefight-Veranstaltungen im Käfig“ verbot, zeigten die Kämpfer bei WFC 13 in Belgrad, was den MMA-Sport auszeichnet: Fairness und Respekt unter den Sportlern sowie unterhaltsame, abwechslungsreiche und technisch hochwertige Kämpfe. Etwa 3000 Zuschauer waren zu dem Serbien-Debüt der slowenischen World Freefight Challenge in der Hala Pionir gekommen und feuerten ihre heimischen Aushängeschilder wie Aleksandar Radosavljevic und Dragan Tesanovic begeistert an.

Aufgrund des kurzfristigen Ausfalls der Vale-Tudo-Legende Jose „Pele“ Landi-Jons bestritten Serbiens bestes Halbschwergewicht Aleksandar „Rodja“ Radosavljevic und der Weltenbummler Autimio „AC“ Antonia den Hauptkampf. Radosavljevic, eigentlich ein Judo-Schwarzgurt, ging gegen den Thaiboxer sofort in den Schlagabtausch. Er schlug ihn mit einer schnellen Schlagsalve nieder und beendete den Kampf auf dem Boden mit Ground and Pound. Radosavljevic ist somit in der WFC noch immer unbesiegt.

Österreichs bestes Schwergewicht Gerald Turek ging gegen den Brasilianer Jair „Sorriso“ Goncalves mit sechs Siegen in Folge in den Kampf. Nach einer kurzen Abtastphase initiierte der BJJ-Schwarzgurt Goncalves den Clinch, aber Turek verhinderte das Takedown. Es kam zu einem wilden Schlagabtausch, nach dem Goncalves erneut ein Takedown versuchte. Diesmal gelang es ihm und er brachte Turek per Trip zu Boden. Goncalves passierte Tureks Half Butterfly Guard in die Side Control. Als er in die Mount übergehen wollte, versuchte Turek ihn zu sweepen, aber Goncalves packte sich seinen Arm und streckte ihn zum Armhebel aus. Daraufhin musste Turek aufgeben und Goncalves feierte seinen zweiten Erstrundensieg in diesem Jahr.

Nach dem Kampf wurde angekündigt, dass Goncalves im Juni bei WFC 14 im slowenischen Ljubljana gegen Tureks Trainingspartner Nandor Guelmino um den vakanten Schwergewichtstitel der WFC antreten wird.

Andreas „Big Daddy“ Kraniotakes vom Kampfsportgym Koblenz stieg gegen den kroatischen Judo-Schwarzgurt Ajlin Ahmic in den Ring. Ahmic landete den ersten Treffer im Stand, woraufhin Kraniotakes in den Clinch ging. Ahmic verteidigte sich gegen sein Takedown, aber dann traf Kraniotakes mit zwei Rechten. Dies verleitete Ahmic zu einem Takedown in die Guard. Kraniotakes stand wieder auf, musste dabei aber einige Schläge einstecken. Er bugsierte sich anschließend unter die Seile, weswegen der Ringrichter die Kämpfer in die Ringmitte beorderte.

Kraniotakes kontrollierte Ahmic in der Guard, bis der Ringrichter sie in den Stand zurückholte. Ahmic wollte wieder in den Clinch. Kraniotakes setzte zum Guillotine Choke an, zerrte Ahmic zu Boden und befand sich plötzlich in der Mount. Er attackierte Ahmic mit Ground and Pound. Ahmic gab seinen Rücken frei, aber es kam nicht mehr zum Rear Naked Choke.

Die zweite Runde begann mit einem offenen Schlagabtausch, in dem beide ihre Treffer landeten. Ahmic ging in den Clinch, aber Kraniotakes verteidigte sich mit Aufwärtshaken und Kniestößen. Dann warf er Ahmic auf den Boden, direkt in die Side Control. Kraniotakes erarbeitete sich die Kruzifix-Position und schlug auf Ahmic ein. Ahmic sweepte ihn, aber Kraniotakes konterte und landete in der Reverse Mount. Der Ringrichter beorderte die beiden wieder in den Stand zurück.

Wieder kam es zu einem offenen Schlagabtausch, wobei diesmal Ahmic die besseren Treffer erzielte. Kraniotakes presste ihn in die Ringecke und setzte zu einem tiefen Takedown an. Ahmic ließ sich über seinen Rücken fallen und nahm ihn in einen Armhebel. Kraniotakes wehrte sich eine Weile dagegen, aber Ahmic verbesserte seinen Griff und so musste Kraniotakes dann schließlich doch aufgeben.

Der Serbe Dusan Dzakic und der Türke Ertan Balaban lieferten sich über drei Runden einen sehr engen Kampf. Balaban dominierte die erste Runde, indem er Dzakic mehrfach zu Boden brachte und sehr lange die Mount und Back Mount hielt. Die zweite Runde wurde im Stand geführt, wo Dzakic mit Lowkicks, Kniestößen und Schlägen punktete. In der dritten Runde lagen die Vorteile zunächst bei Balaban, der nach einem Takedown wieder die Back Mount einnahm. Dzakic konnte aber wieder aufstehen. Bei einem Trip-Versuch von Balaban landete Dzakic in der Oberlage und attackierte zum Schluss des Kampfes noch einmal mit Ground and Pound aus Balabans Guard. Anschließend wertete ein Punktrichter den Kampf Unentschieden, während die anderen beiden Dzakic vorne sahen.

Hin und her ging es im Kampf zwischen dem serbischen Lokalmatador Josif Al Said und dem Kroaten Ivica Truscek. Truscek setzte Al Said in Runde eins mit Ground and Pound aus der Mount so sehr zu, dass dessen linkes Auge böse anschwoll. Kurze Zeit später revanchierte sich Al Said mit Stomps und Soccerkicks. In der zweiten Runde verlagerte Truscek das Geschehen erneut zu Boden, wo er mit Ground and Pound aus der Mount die Entscheidung herbeiführte.

Der Slowene Bor Bratovz machte kurzen Prozess mit dem Serben Davor Vidovic. Bratovz brachte ihn schnell zu Boden und bewegte den Ringrichter mit kräftigen Hammerschlägen aus der Side Control zum Eingreifen.

Serbiens bestes Mittelgewicht Dragan „Gagi“ Tesanovic musste die zweite Niederlage in Folge einstecken. Nach seinem verlorenen Bellator-Debüt im vergangenen Oktober zwang ihn nun der starke Bulgare Svetoslav Savov in Runde zwei mit einem Guillotine Choke zur Aufgabe, nachdem er sich zuvor aus einem Triangle Choke befreien konnte.

Fotos zur Veranstaltung folgen in Kürze bei unseren österreichischen Kollegen von www.fight-club.at!

Die Ergebnisse in der Übersicht:

WFC 13: Heavy Hitters
17. April 2011
Hala Pionir in Belgrad, Serbien


Aleksandar Radosavljevic bes. Autimio Antonia via TKO nach 0:38 in Rd. 1
Jair Goncalves bes. Gerald Turek via Armhebel nach 3:32 in Rd. 1
Ajlin Ahmic bes. Andreas Kraniotakes via Armhebel nach 4:33 in Rd. 2
Igor Jurkovic bes. Goran Radonjic nach Punkten (einstimmig) [K-1]
Dusan Dzakic bes. Ertan Balaban nach Punkten (mehrheitlich)
Ivica Truscek bes. Josif Al Said via TKO nach 2:43 in Rd. 2
Bor Bratovz bes. Davor Vidovic via TKO nach 1:47 in Rd. 1
Svetoslav Savov bes. Dragan Tesanovic via Guillotine Choke in Rd. 2
Samo Petje bes. Gorak Aleksic via TKO in Rd. 3 [K-1]