Ergebnisse

Pflichtaufgabe erfüllt

Arthur Abraham sollte sich in der EWE-Arena in Oldenburg beweisen, er sollte zeigen, dass er WBO-Weltmeister Robert Stieglitz im dritten Kampf der beiden besten Supermittelgewichtler Paroli bieten kann. Abraham gewann sein Duell gegen Giovanni de Carolis seine Leistung ließ die Fragezeichen zur Form des ehemaligen Königs im Mittelgewicht nicht kleiner werden.

Abraham mit glanzlosen Sieg

Giovanni de Carolis war gekommen um seine Chance zu nutzen. Er wollte sich einen Titelkampf gegen Robert Stieglitz sichern. Dafür sagte er einen Europameisterkampf, den er eine Woche früher hätte bestreiten sollen abgesagt. Schnell wurde klar das dies ein auswegloses Unterfangen war. De Carolis zeigte, dass er ein großes Kämpferherz hat, aber nicht die boxerische Qualität.

Der 33-Jährige hätte dies nutzen müssen. Er sollte mit einem krachenden K.o. alte Stärke beweisen. Seine Rechte, seine große Spezialwaffe, sie zündet schon längere Zeit nicht mehr. Abraham ließ seine Schlaghärte ab und zu durchblitzen, ging aber nicht konsequent hinterher. So wurde das Duell ein zähes Gefecht über zwölf Runden.

Abraham setzte die klareren Treffer. Mit harten Händen klingelte er de Carolis ein paar Mal an. Der Italiener versuchte es zumeist mit Leberhaken kam aber zu selten durch, da sich der selbsternannte König im Rückwärtsgang hinter seine Doppeldeckung versteckte. Die zwölf Runden verliefen ähnlich und so werteten die Punktrichter am Ende eindeutig für Arthur Abraham.

Jack Culcay-Keth gelingt die Revanche

Der Goldene Jack wollte Revanche nehmen für seine Niederlage. Er wollte seinen WBA-Intercontinentaltitel wieder haben. Gegen Guido Nicolas Pitto suchte er seine Chance. In einem ausgeglichenen Duell war er derjenige der die besseren Treffer in Ziel brachte, selber aber wie im ersten Kampf oft zu passiv war. So konnte der Argentinier das Gefecht lange ausgeglichen gestalten. Culcay-Keth konnte dieses Mal aber mit harten Schlagserien, die Punktrichter auf seine Seite ziehen. Am Ende reichte es zu einem knappen aber einstimmigen Punktsieg.

Nader bleibt Europameister

Marcos Nader, der momentan beste österreichische Boxer, wollte Luis Crespo schlagen. Der Spanier Crespo, vom Kaliber weniger stark als der letzte Gegner von Nader, Roberto Santos, war von Beginn an damit beschäftigt sich auf den variablen Kampfstil des Europameisters einzustellen. Dieser zeigte seine Fähigkeiten und boxte Crespo aus, der sich allerdings auch früh an der Schulter verletzte. Nader konnte immer wieder gute Treffer landen, die allerdings keine Wirkung zeigten. In der siebten Runde gab Crespo aufgrund seiner Schmerzen auf, sodass Nader weiter Europameister bleibt.

Woge verliert erstmals

Es musste irgendwann so kommen! Robert Woge galt schon immer als fleißiger, strebsamer, schlagstarker Boxer. Gleichzeitig hat er große Schwächen in der Taktik und ist boxerisch limitiert. Dies wurde im in Oldenburg zum Verhängnis in einem wahren Gefecht verlor er nach Punkten gegen Anatoliy Dudchenko. Beide lieferten sich eine Materialschlacht und zeigten einen offenen Schlagabtausch mit minimaler Deckung, dabei boxten sie oft unsauber. In der siebten Runde musste Woge nach einem harten Treffer seines Gegners runter und erholte sich kaum wieder davon. Am Ende wurde er Opfer seiner taktischen Schwäche.

Drei Kämpfe – Drei Siege

Die jungen Talente des Sauerlandstalls sorgten für drei Siege. Während Enrico Kölling nach anfänglich langer Wartezeit gefallen an Knockouts gefunden hat, sieht es bei Tyron Zeuge momentan andersrum aus. Kölling gelang ein weiterer vorzeitiger Sieg, während sein Berliner Kumpel über die Runden gehen musste. Der Schwede Wallin sicherte sich seinen dritten Erfolg.

Folgend die Ergebnisübersicht:

Abraham vs. De Carolis
26.Oktober 2013

EWE Arena, Oldenburg

WBO-Intercontinentaltitelkampf im Supermittelgewicht
Arthur Abraham bes. Giovanni de Carolis einstimmig nach Punkten

EBU-Europameisterschaftskampf im Mittelgewicht
Marcos Nader bes. Luis Crespo via T.K.o. (Aufgabe) in Rd. 7

WBA-Intercontinentaltitelkampf im Halbmittelgewicht
Jack Culcay-Keth bes. Guido Nicolas Pitto einstimmig nach Punkten

IBF-Intercontinentaltitelkampf im Halbschwergewicht
Anatoliy Dudchenko bes. Robert Woge einstimmig nach Punkten

Tyron Zeuge bes. Achilles Szabo einstimmig nach Punkten
Enrico Kölling bes. Gyorgy Marosi via T.K.o. in Rd. 3
Otto Wallin bes. Gabor Farkas via T.K.o. in Rd. 3