Ergebnisse

KSW 48: Parnasse krönt sich zum Champion, Jurkowski gleicht aus

Der neue Interims-Champion im Federgewicht von KSW: Salahdine Parnasse (Foto: KSW)

Bei KSW 48 wurde ein neuer Interims-Titelträger im Federgewicht gesucht. Lokalmatador Roman Szymanski traf auf den Franzosen Salahdine Parnasse im Hala Globus von Lublin. Parnasse dominierte das Geschehen und siegte vorzeitig – krönte sich damit zum neuen Interims-Champion. Zudem konnte Lukasz Jurkowski eine 14 Jahre alte Niederlage ausgleichen.

KSW 48 fand am Samstag (27. April) statt und wurde live mit deutschem Kommentar von GNP1-Chefredakteur Elias Stefanescu und dem Rosenheimer MMA-Kämpfer Dawid Masarczyk auf BildPlus übertragen. Die Veranstaltung ist noch für eine Woche online abrufbar. Das Abo gibt es für 3,99 Euro im ersten Jahr, danach zum Preis von 7,99 Euro im Monat. Weitere Kosten fallen für den KSW-Event nicht an.
Darüber hinaus ist KSW 48 zum Preis von 5 Euro auf der hauseigenen Streaming-Plattform KSW.tv zu sehen.

Mit Roman Szymanski und Salahdine Parnasse standen sich zwei Top-Talente aus Europa gegenüber. Es war allerdings kein Duell auf Augenhöhe, denn schon nach eineinhalb Runden war Schluss – der Franzose machte kurzen Prozess mit Szymanski und darf jetzt als Interims-Champion von einem Kampf gegen Doppelchampion Mateusz Gamrot träumen.

Mateusz Gamrot hält die Titel im Federgewicht und im Leichtgewicht. Seine nächste Titelverteidigung ist im Leichtgewicht geplant, was den beiden Nachwuchstalenten die Chance auf den Interims-Titel ermöglichte.

In seinem ersten vorzeitigen Sieg bei KSW überzeugte der erst 21 Jahre alte Salahdine Parnasse vollends. Er gab dem vier Jahre äöteren Szymanski kaum eine Chance ins Duell zu kommen, dominierte den Stand und traf mit guten Kombinationen sowie einem harten Aufwärtshaken. Der Pole versuchte die Begegnung auf die Matte zu befördern, wurde jedoch immer wieder abgesprawled und ausgekontert, bis er selbst auf dem Rücken lag. Zwar hielt Szymanski durch, wurde jedoch nahezu unaufhörlich von Parnasse mit Schlägen und Ellenbogen angegangen. Er schaffte es nicht, sich von den Angriffen zu befreien oder seine Position zu verbessern, so dass der Offizielle einschritt und die ungleich gewordene Begegnung abbrach. Von Szymanski gab es keine Beschwerden bzgl. des Abbruchs.  

Zuvor stieg mit Lukasz Jurkowski eine alte KSW-Legende wieder in den Käfig. Bei KSW 1 war Jurkowski bereits für KSW aktiv. Er traf auf einen alten Bekannten, mit dem er bereits vor knapp 14 Jahren die Klinge kreuzte: Stjepen Bekavac. 2005 standen sich Jurkowski und der Kroate erstmals gegenüber, damalig gewann Bekavac durch T.K.o.. Wie Jurkowski in Interviews erklärte, hatte er sich damals den Knöchel gebrochen, womit die Begegnung abgebrochen wurde.

Ein ähnliches Szenario gab es auch in diesem Kampf zu sehen, allerdings mit vertauschten Rollen. Hier war es der Kroate, der sich nach knapp einer Minute bei einem High-Kick verletzte, zu Boden fiel und aufgeben musste. Offenbar hatte er sich beim Kick das Knie verletzt und musste schmerzverzerrt aufgeben, während „Juras“ ihn am Boden liegend noch mit Schlägen attackierte, bis der Ringrichter die Begegnung abbrach.   

Marian Ziolkowski dominierte Gracjan Szadzinski über drei volle Runden, konnte mit Knockdowns punkten und besonders am Boden mit harten Ellenbogen aus der Guard Cuts bei Szadzinski öffnen, die diesen frustrierten und ihm gleichzeitig die Sicht erschwerten.

Zuvor konnte sich Filip Pejic gegen Filip Wolanski durchsetzen. Nach wuchtigen Kicks wurde der Pole sichtlich durchgerüttelt, fiel rücklings auf den Boden und wurde mit Ground and Pound angegangen, bis der Referee dazwischen sprang. Der UFC-erfahrene Kroate Pejic feierte damit ein imposantes KSW-Debüt. 

Die restlichen Duelle endeten allesamt vorzeitig. Alle Ergebnisse findet ihr anbei in der Übersicht:

KSW 48
27. April 2019
Hala Globus, Lublin

Interims-Federgewichtstitel
Salahdine Parnasse bes. Roman Szymanski durch T.K.o. (Schläge) nach 3:40 in Rd. 2

Lukasz Jurkowski bes. Stjepan Bekavac durch T.K.o. (Knieverletzung) nach 1:06 in Rd. 1
Marian Ziolkowski bes. Gracjan Szadzinski einstimmig nach Punkten
Filip Pejic bes. Filip Wolanski durch T.K.o. (Schläge) nach 1:56 in Rd. 2
Michal Michalski bes. Savo Lazic durch T.K.o. (Schläge) nach 2:24 in Rd. 2
Cezary Kesik bes. Jakub Kamieniarz durch T.K.o. (Schläge) nach 3:04 in Rd. 1
Shamil Musaev bes. Hubert Szymajda durch T.K.o. (Schläge) nach 3:52 in Rd. 1
Sebastian Przybysz bes. Bogdan Barbu durch T.K.o. (Schläge) nach 4:00 in Rd. 1