Ergebnisse

KSW 44: Bedorf zerlegt Pudzilla in zwei Minuten

Karol Bedorf (re.) siegt im Hauptkampf von KSW 44 (Foto: KSW MMA)

KSW 44 ist Geschichte. In Gdansk an der Ostseeküste trafen die beiden Schwergewichtssuperstars Mariusz Pudzianowski und Karol Bedorf im Hauptkampf aufeinander. Zuvor kämpfte Martin Zawada gegen Ex-Champion Michal Materla.

Karol Bedorf ist zurück. Der frühere KSW-Champion kehrte nach monatelanger Verletzungspause mit einem schnellen Erfolg über Mariusz Pudzianowski in den Käfig zurück. Bedorf begann mit harten Low Kicks, die Pudzianowski schnell in den Rückwärtsgang zwangen. Der Strongman wollte das Spiel mitspielen, aber zog schnell den Kürzeren und versuchte sich an einem Takedown.

Ein verhängnisvoller Fehler, denn Bedorf wehrte den Versuch gekonnt ab, drehte Pudzianowski auf den Rücken und kam in die Oberlage. Dort musste er nicht lange arbeiten. Schnell isolierte er den linken Arm Pudzianowskis, setzte zum Kimura an und zog diesen schnell durch. „Pudzilla“ klopfte sofort ab. Bedorf ist damit zurück im Titelrennen von KSW und wird nicht lange auf seine Chance gegen Phil de Fries warten müssen.

Zawada unterliegt Materla im Kruzifix

Martin Zawadas zweiter KSW-Kampf im Jahr 2018 endete gegen Ex-Champion Michal Materla ohne Sieg. Zawada begann aggressiv und ließ wie angekündigt seine Fäuste fliegen. Eine Rechte schickte Materla früh auf die Bretter, doch Zawada ließ den Polen wieder aufstehen. Dieser landete daraufhin eigene Treffer und brachte Zawada am Käfig auf die Matte. Dort musste sich der „King Kong“ erst gegen die Kruzifix-Position und dann bis zum Rundenende gegen Materlas Attacken aus der Mount verteidigen.

Dieses Erfolgsrezept setzte Materla auch im zweiten Durchgang fort. Erneut musste er einen harten Treffer nehmen und ging sofort zum Takedown über. Auf dem Boden angekommen, bewegte sich „Cipao“ wieder über die Mount in die Kruzifix-Position, aus der er es Schläge regnen ließ. Zwar hinterließen diese keinen großen Schaden, da sich Zawada jedoch nicht mehr verteidigte, wurde der Kampf nach 2:59 Minute in der zweiten Runde abgebrochen.

Zulic beendet Karriere nach Erstrundenniederlage

Zuvor gab Leo Zulic sein KSW-Debüt. Gegen den Polen Lukasz Rajewski endete dieses jedoch noch in der ersten Runde. Nach kurzem Abtasten ging es auf die Matte, Zulic landete sogar in der Oberlage. Dann machte ihm Rajewski aber einen Strich durch die Rechnung. Er packte sich den Knöchel, setzte einen harten Heel Hook an, in welchem Zulic abklopfte. Für den Düsseldorfer nicht nur das Kampf-, sondern auch das Karriereende, wie er anschließend auf Instagram verriet. Der 32-Jährige verkündete seinen Rücktritt, um sich mehr auf seine in Kürze wachsende Familie zu konzentrieren.

Mit dem Fitness-Model Erko Jun und dem Brasilianer Daniel Torres konnte das UFD-Gym aus Düsseldorf zumindest zwei Erfolge feiern. Jun schlug den Bodybuilder Tomasz Oswiecinski K.o., Torres gewann nach Punkten gegen Filip Wolanski.

Die Ergebnisse im Überblick:

KSW 44
9. Juni 2018
Gdansk, Polen

Karol Bedorf bes. Mariusz Pudzianowski via Kimura nach 1:51 in Rd. 1
Michal Materla bes. Martin Zawada via T.K.o. (Schläge) nach 2:59 in Rd. 2
Erko Jun bes. Tomasz Oswiecinski via K.o. (Schlag) nach 2:26 in Rd. 1
Kleber Koike Erbst bes. Marian Ziolkowski via Armbar nach 3:44 in Rd. 1
Daniel Torres bes. Filip Wolanski geteilt nach Punkten (29:28, 28:29, 29:28)
Gracjan Szadzinski bes. Paul Redmond via T.K.o. (Schläge) nach 1:36 in Rd. 2
Wagner Prado bes. Chris Fields via T.K.o. (Schläge) nach 2:17 in Rd. 2
Lukasz Rajewski bes. Leo Zulic via Heel Hook nach 1:48 in Rd. 1
Sebastian Przybysz bes. Dawid Gralka via K.o. (Schlag) nach 1:41 in Rd. 1