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KSW 41: Roberto Soldic vernichtet Mankowski

Roberto Soldic (Foto: Dorian Szücs/GNP1.de)

Was für Jahr für Roberto Soldic. Der 22-Jährige krönte sei phänomenales Wettkampfjahr durch den Gewinn des Weltergewichtstitels von KSW. Drei Runden lang vertrimmte der Wahl-Düsseldorfer dafür Borys Mankowski, dann hatte der Champion genug.

Roberto Soldic ist neuer KSW-Champion. Der Kickboxer aus dem UFD-Gym nutzte seine Chance gegen Top-Weltergewicht Borys Mankowski und zeigte eine Meisterleistung im Titelkampf. Mankowski fand zu keinem Zeitpunkt in das Duell und hatte den heftigen Kicks und schnellen Fäusten Soldics nichts entgegenzusetzen. Der 22-Jährige griff zunächst vor allem die Leber des Polen an, dann ließ er seine Fäuste fliegen. Mankowski flüchtete immer wieder entlang des Käfigs, wenn ihn Soldic mit einem harten Körpertreffer unter Druck setzte.

Mit jeder Minute wurde die Verzweiflung des Champions größer. Seine Hände fanden ihr Ziel nicht und auch die Takedowns waren wirkungslos. Stattdessen zwang ihn Soldic mit Schlägen auf die Matte und schlug dort bis zum Ende der dritten Runde auf ihn ein. Der Gong rettete Mankowski noch einmal, er war trotzdem geschlagen. Nachdem er es aus eigener Kraft nicht mehr in seine Ecke schaffte, brachen seine Betreuer den einseitigen Kampf ab und erklärten damit Roberto Soldic zum neuen Titelträger, der sich anschließend erst einmal mit dem ursprünglichen Herausforderer Dricus Du Plessis anlegte.

Oswiecinski stoppt das „Popek Monster“

Die Freak-Show bei KSW hielt wieder einmal, was sie versprach. Leider nicht im positiven Sinne, denn sowohl Pawel Rak alias „Popek Monster“, als auch der Schauspieler Tomasz Oswiecinski fielen durch mangelnde Technik und Kondition auf. War es in der ersten Runde noch Rak, der Oswiecinski auf der Matte durch Ground and Pound in Bedrängnis brachte, drehte „Strachu“ anschließend den Spieß um und attackierte seinerseits mit einem frühen Takedown und Schlägen am Boden. Doch anders als der Schauspieler konnte sich Rapper Rak nicht in die Rundenpause retten. Nachdem seine Verteidigung irgendwann nur noch aus hilflosem Herumrollen auf der Matte bestand, brach der Ringrichter den Kampf nach knapp drei Minuten der zweiten Runde ab.

Erbst verhindert neuen Titelträger

Im ersten Titelkampf des Abends verhinderte Kleber Koike Erbst einen neuen Champion. Nachdem er seinen Gürtel auf der Waage gestern verlor und somit nur Artur Sowinski eine Chance auf den Titel hatte, ließ Erbst die Titelträume des Polen mit einem Rear-Naked Choke in der dritten Runde platzen. Sowinski hatte den besseren Beginn, konnte aber Erbst zu selten in Bedrängnis bringen und klopfte schließlich eine Minute vor Ende der dritten Runde ab.

Im weiteren Verlauf bekamen die Fans jede Menge Weihnachtsgeschenke in Form von spektakulären Kämpfen oder Knockouts. So brauchte Michal Andryszak nur 26 Sekunden für den Brasilianer Fernando Rodrigues Jr., Olympia-Ringer Damian Janikowski schlug KSW-Veteran Antoni Chmielewski aus der Kruzifix-Position technisch K.o. und Grzegorz Szulakowski holte sich mit einem Heel Hook gegen Kamil Szymuszowski die Chance auf den Leichtgewichtstitel.

Das Programm im Überblick:

KSW 41
23. Dezember 2017
Katowicze, Polen

Titelkampf im Weltergewicht
Roberto Soldic bes. Borys Mankowski via T.K.o. (Abbruch durch Betreuer) nach 5:00 in Rd. 3

Tomasz Oswiecinski bes. Pawel Rak via T.K.o. (Schläge) nach 2:58 in Rd. 2

Titelkampf im Federgewicht
Kleber Koike Erbst bes. Artur Sowinski via Rear-Naked Choke nach 3:56 in Rd. 3

Marcin Wrzosek bes. Roman Szymanski einstimmig nach Punkten (30:27, 30:27, 30:27)
Michal Andryszak bes. Fernando Rodrigues Jr. via T.K.o. (Schläge) nach 0:26 in Rd. 1
Damian Janikowski bes. Anton Chmielewski via T.K.o. (Schläge) nach 2:33 in Rd. 2
Grzegorz Szulakowski bes. Kamil Szymuszowski via Heel Hook nach 3:33 in Rd. 1
Salahdine Parnasse bes. Lukasz Rajewski mehrheitlich nach Punkten (29:28, 29.29, 29:28)
Gracjan Szadzinski bes. Maciej Kaziecko via T.K.o. (Schläge) nach 4:59 in Rd. 1