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KO auf Schalke in Runde zehn

Klitschkos wichtigste Waffe: der Jab.

In einem unspektakulären Fight verteidigte WBC Schwergewichtsweltmeister Vitali Klitschko (40-2, 38 KO) am Samstag Abend seinen Titel gegen den Polen Albert Sosnowski (45-3-1, 27 KO). Wie erwartet blieb der 13 Zentimeter kleinere Herausforderer dabei größtenteils chancenlos.

Zu Beginn diktierte Klitschko das Geschehen wie gewohnt mit seinem Jab, der charakteristisch hängenden Linken. Sosnowski befand sich meist im Rückwärtsgang, schien mit der Situation ein wenig überfordert. Versuche, die Distanz zu überwinden und mit Overhands oder Bodyshots zu punkten, wurden von Klitschko stets routiniert mit der Linken gestoppt. Bereits nach der ersten Runden zeigte sich eine leichte Schwellung an Sosnowskis Auge. Über weite Strecken wirkte der Titelverteidiger etwas unterfordert, machte aber auch seinerseits zu wenig Druck. Einige der rund 40.000 Zuschauer auf Schalke quittierten dies mit Pfiffen.

In Runde drei kam ein guter Haken Sosnowskis durch, richtete aber keinen größeren Schaden an, schien Klitschko eher ein wenig wach zu rütteln. Dennoch benötigt der 38-jährige Sportwissenschaftler noch sieben weitere Runden, um den Kampf schließlich zu beenden. In Runde zehn fiel dann buchstäblich der Hammer: Mit einem linken Uppercut, gefolgt von einer rechten Geraden, schickte Klitschko seinen Gegner in der Ringecke auf die Bretter. Der Ringrichter winkte den Kampf daraufhin sofort ab.

Damit ist dies der fünfte Sieg im fünften Kampf, seit Vitali Klitschkos Rückkehr in den Boxring, im Jahr 2008. Gerüchte, der Ältere der beiden Klitschkos möchte seine aktive Karriere noch in diesem Jahr beenden, sind offenbar falsch. Dies vermeldete Klitschko-Sprecher Klaus-Peter Dittrich gegenüber diverser Medien.