Ergebnisse

„King“ Khan stoppt Malignaggi

Keine Chance für Paulie Malignaggi - "King" Khan dominiert über elf Runden.

Viele musste sich WBA Halbweltergewichtschampion Amir Khan in den vergangenen Wochen und Monaten anhören. Vor allem Gegner Paulie Malignaggi bezeichnete den Briten pakistanischer Abstammung vor dessen Debüt auf amerikanischem Boden als überschätzt, wollte ihn im WaMu Theater des New Yorker Madison Square Garden vorführen. Doch es kam anders. Selbstbewusst diktierte der erst 23-jährige Khan das Geschehen mit einem überlegenen Jab. In Runde 11 stellte er seinen Gegner am Seil, setzte mit einer Rechten nach, und deckte Malignaggi schließlich mit Crosses und Uppercuts ein, bis der Referee dazwischen ging.

„Ich und Freddie [Roach, sein Trainer, Anm. d. Red.] haben viel an meinem Jab gearbeitet. Das hat sich nun ausgezahlt“, so „King“ Khan nach dem Kampf.

Khan kontrollierte seinen Gegner von Beginn an. Ein völlig zugeschwollener und gecutteter Malignaggi ließ in den späteren Runden mehr und mehr nach. Gleich zwei Ringärzte besahen sich den geschundenen Boxer im Anschluss an die Runden neun und zehn, wollten den Fight zunächst stoppen. Doch Malignaggi wollte weitermachen, überredete die Doktoren.

„Du musst jetzt das rausgehen und ein Zeichen setzen, sagte Freddie vor der elften Runde zu mir", so Khan. „Mach den Kerl fertig! Also ging ich raus und machte ihn fertig.“

Malignaggi, der bislang lediglich gegen Kaliber wie Ricky Hatton, Miguel Cotto and Juan Diaz verloren hat, lobte Khan im Anschluss an den Kampf: „Er ist besser als Hatton“, so der New Yorker Boxer.

Khan erwartet nun sicher ein Vereinigungskampf gegen WBC und IBF Champion Devon Alexander (20-0, 13 KO), WBO-Titelträger Tim Bradley (25-0, 11 KO), oder den WBA Interimschampion Marcos Rene Maidana (28-1, 27 KO).

Der Brite ist nun seit fünf Kämpfen ungeschlagen und gewann seinen Titel im Juli vergangenen Jahres gegen Universum-Boxer Andreas Kotelnik. Schon jetzt wird er als künftiger Star am Boxhimmel gehandelt.