Ergebnisse

Khalidov, Blachowicz, Pudzianowski und Materla siegen

KSW 17 (Poster: KSW)

Fragwürdige Punktrichterurteile und dadurch resultierende Siege der polnischen Asse – das war „Revenge“, die siebzehnte Veranstaltung von Konfrontacja Sztuk Walki (KSW), abgehalten in der Atlas Arena in Lodz.

Im Hauptkampf verteidigte Mamed Khalidov seinen Mittelgewichtstitel gegen den kurzfristig für Paulo Filho eingesprungenen US-Amerikaner Jesse Taylor. Khalidov zwang den „Ultimate Fighter 7“-Finalisten nach gerade einmal 46 Sekunden mit einem Kniehebel zur Aufgabe und unterstrich damit ein weiteres Mal seine UFC-Reife.

Der Rückkampf zwischen dem fünffachen World’s Strongest Man Mariusz Pudzianowski und dem kultigen Engländer James Thompson wurde durch ein kontroverses Punktrichterurteil entschieden. Thompson dominierte Pudzianowski in der ersten Runde auf dem Boden, in der zweiten Runde klingelte Pudzianowski Thompson mit harten Schlägen an.

Eigentlich hätte der Kampf nach diesen beiden Runden in die Extrarunde gehen müssen, doch die Punktrichter sprachen Pudzianowski den Kampf mehrheitlich zu.

Nach der Urteilsverkündung schnappte sich Thompson das Mikrofon und schimpfte: „Ein verdammter Witz! Applaudiert für Mariusz, na los! Was für ein verdammter Witz! Ich dachte, KSW würde versuchen, seriös zu sein. Wenn ihr euch das nochmal anseht und dann seriös nennen könnt, dann seid ihr (die Veranstalter, Anm. d. Red.) am Arsch und KSW geht den Bach runter.“

Einen deutlichen Punktsieg fuhr hingegen Jan Blachowicz gegen den UFC- und PRIDE-Veteranen Rameau Thierry Sokoudjou ein. Ihr erstes Duell im März hatte Sokoudjou noch durch TKO gewonnen, doch im Rückkampf schlug Blachowicz den Kameruner mehrere Male nieder und holte sich verdient den Halbschwergewichtstitel von KSW zurück.

Obwohl es schien, als hätte der erfahrene US-Amerikaner Matt Horwich beide Runden gegen Michal Materla gewonnen, entschieden die Punktrichter, dass eine Extrarunde notwendig sei, um einen Sieger zu bestimmen. In dieser Extrarunde übernahm dann Materla die Kontrolle und fuhr dadurch den Punktsieg ein.

Auf dieselbe Weise verlor auch der Engländer James Zikic gegen Antoni Chmielewski.

Den neben Khalidov einzigen vorzeitigen Sieg – ebenfalls nach 46 Sekunden – erzielte Artur Sowinski im Kampf gegen den früheren UFC- und WEC-Kämpfer Maciej Jewtuszko. Sowinski schlug Jewtuszko mit einem Aufwärtshaken KO.

Die Ergebnisse in der Übersicht:

KSW 17: Revenge
26. November 2011
Atlas Arena in Lodz, Polen

KSW Mittelgewichtstitelkampf
Mamed Khalidov (c) bes. Jesse Taylor via Kneebar nach 0:46 in Rd. 1

Mariusz Pudzianowski bes. James Thompson nach Punkten (mehrheitlich)

KSW Halbschwergewichtstitelkampf
Jan Blachowicz bes. Rameau Thierry Sokoudjou (c) nach Punkten (einstimmig)

Michal Materla bes. Matt Horwich nach Punkten (einstimmig)
Artur Sowinski bes. Maciej Jewtuszko via KO nach 0:46 in Rd. 1
Antoni Chmielewski bes. James Zikic nach Punkten (geteilt)
Aslambek Saidov bes. Rafal Moks nach Punkten (mehrheitlich)