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Innferno FC Ergebnisse: Jessin Ayari würgt den Tschechen ab

Jessin Ayari (Foto: Dorian Szücs/GNP1.de)

Jessin Ayari konnte am Samstagabend in der Innsbrucker Music Hall seinen vierten Sieg in Folge einfahren, indem er den Tschechen Stanislav Futera in der ersten Runde mit einem Rear-Naked Choke stoppte. Anbei die Ergebnisse des Abends:

Jessin Ayari vs. Stanislav Futera

Nach einigen Treffern von Ayari machte Futera Druck gegen den Käfig und arbeitete vergebens an einem Takedown. Ayari löste sich irgendwann mit einem Kniestoß, landete einen Kick zur Leber und Futera ging zu Boden. Ayari setzte mit einem Knie zum Kopf nach, das ein wenig zu spät kam und Futera scheinbar unerlaubt am Boden erwischte. Auf einem Foto von GNP1.de sieht es allerdings aus, als träfe Ayari nur die Brust des Tschechen. Da Referee Nebil Sebai das offenbar ebenso sah und nicht einschritt, setzte Ayari nach und beendete den Kampf mit einem Rear-Naked Choke. Das Team von Futera denkt über Einspruch nach.

Mario Dengg vs. Georg Reichert

Submission-Spezialist Reichert suchte schnell den Takedown, den Lokalmatador Dengg jedoch verteidigte. Wenig später musste der Tiroler aber doch auf die Bretter, und zwar mit einem sehenswerten Wurf. Dengg kam jedoch schnell wieder auf die Beine, sweepte den 15 Kilo schwereren Gegner, sicherte sich den Rücken und beendete den Kampf mit Ground and Pound.

Mensur Alic vs. Johannes Heigl

Alic stürmte schnell mit langen Händen vorwärts und presste Heigl gegen den Cage. Als der sich lösen wollte, brachte Alic einen Wurf durch, kontrollierte Heigl am Boden aus der Sidemount und arbeitete an einem Kimura. Als der nicht klappte, feuerte er ein wenig Ground and Pound ab, doch Heigl gelang der Sweep und er landete oben, ließ sich gegen Ende der Runde aber selbst sweepen.

Die zweite Runde begann Alic stark im Stand, aber schnell war seine Puste weg und Heigl nahm ihn buchstäblich auseinander. Plötzlich kam Alic jedoch zurück, landete harte Treffer und schlug Heigl zu Boden, wo er ihn aus der Nord-Süd-Position kontrollierte. Heigl kam wieder auf die Beine und konnte einen Guillotine Choke ansetzen. Alic konnte sich befreien und beendete die Runde in der Guard.

In der letzten Runde feuerten beide mit offener Deckung noch einmal alles raus. Beide Kämpfer waren sichtlich erschöpft, dachten aber nicht ans Aufgeben. Alic konnte sich einen Takedown sichern und kontrollierte den Kampf bis zum Rundenende.

Dieser unterhaltsame Kampf musste von den Punktrichtern entschieden werden und die waren sich nicht ganz einig. Zwei von ihnen sahen aber Alic vorne, der damit die Arme in die Höhe strecken durfte.

Gökhan Aksu vs. Can Bayrakdar

Bayrakdar suchte von Beginn an den Takedown, Aksu verteidigte jedoch gut, auch wenn der Nürnberger wie ein Klette an ihm hing und kaum Luft ließ, stets gefährlich blieb. Als er sich gegen Ende der ersten Runde jedoch löste, lieferten sich beide Kämpfer den Action-Fight des Abends, landeten beide schöne Treffer.

Zu Beginn von Runde zwei presste Bayrakdar Aksu sofort wieder gegen den Cage, arbeitete an einem Takedown. Nachdem der Referee sie trennte, landete ein Kick Aksus tief. Bayrakdar bekam Zeit, sich zu erholen. Kurz darauf traf ihn aber der nächste Kick unter der Gürtellinie. Nach einer weiteren Unterbrechung drehte Aksu auf und landete viele harte Treffer. Bayrakdar clinchte, nahm ein Knie, ging erneut zu Boden und signalisierte wieder einen tiefen Treffer. Referee Sebai war aber anderer Meinung und winkte den Kampf als T.K.o. ab, hatte das Knie am Oberschenkel landen sehen. Aksu erklärte GNP1.de im Anschluss: „Der dritte war auf keinen Fall tief“, das Team von Bayrakdar sieht das verständlicherweise anders und erwägt, Einspruch einzulegen.

Kian Gorbani vs. Dawid Masarczyk

Nur einen Tag vor dem Event war Kian Gorbani für den verletzten Markus Cuk eingesprungen, wurde aber schon nach wenigen Sekunden von Gegner Dawid Masarczyk angeklingelt. Masarczyk holte sich sofort den Rücken und beendete den Kampf mit einem Rear-Naked-Choke.

Daniel Stampfl vs. David Depannemäcker

Nachdem eine Spinning-Backfist von Stampfl ins Leere ging, sicherte sich Depannemäcker sofort den Rücken und brachte ihn zu Boden. Stampfl arbeitete sich nach einiger Zeit zurück nach oben und beide tauschten Treffer im Stand, bis Depannemäcker in eine Guillotine lief, aus der er fast nicht mehr herausgekommen wäre. Stampfl ließ den Choke irgendwann los und saß in der Mount, wurde in die Guard gedrückt, stand auf und stompte zum Körper, traf aber einmal das Gesicht. Dafür gab es einen Punkt Abzug. Die Runde endete mit beiden Kämpfern am Käfig.

Zu Beginn von Runde zwei drehte Stampfl gegen den offenbar erschöpften Depannemäcker dann richtig auf und landete harte Hände und Knie im Clinch, bevor er den Kampf schließlich mit einer Guillotine beendete.

Florian Kienberger vs. Ismail Öztürk

Öztürk begann sofort nach dem Händeschütteln mit einem Spinning-Back-Kick, traf aber nur Luft. Nach einem Takedown, hatte er Kienberger am Boden, fand sich aber blitzschnell in einem Armbar wieder, den der Tiroler Lokalmatador gnadenlos durchzog. Es war der erste Profi-Kampf für den ungeschlagenen Kienberger. Die etwas unfaire Aktion Öztürks vom Kampfbeginn quittierte er mit der von Tito Ortiz bekannten Totengräber-Geste unter Jubel des Publikums.

Marko Vardjan vs. Gaziev Ayub

Aus zwei Submission-Niederlagen in Folge hat Marko Vardjan offenbar gelernt und trainiert seit einiger Zeit im besten BJJ-Gym Sloweniens. So suchte er gegen Gaziev Ayub auch selbstbewusst den Takedown, nachdem dieser einige harte Lowkicks getroffen hatte, musste zunächst aber erst einmal Submissions verteidigen, bevor er selbst welche ansetzen konnte. Die erste Runde beendete er in der Mount.

Im zweiten Durchgang wirkte der Slowene im Stand besser, wechselte immer wieder die Auslage und traf mit langen Händen. Als er schließlich ein Knie im Clinch landete, ging Ayub zu Boden. Vardjan feuerte ein weiteres Knie zum am Boden hockenden Ayub ab, es war nicht zu sehen, ob zum Kopf oder Körper. Geahndet wurde es von Sebai jedenfalls nicht. Anschließend verpasste Vardjan es jedoch, nachzusetzen, und beendete die Runde in der Guard. Im dritten Durchgang machte er den Sack dann endlich zu: Nachdem Ayub ihn zu Boden brachte, beendete er den Kampf per Armbar.

Franz Dengg vs. Jan Zander

Nach kurzer Abtastphase erwischte Dengg Zander mit der linken Schlaghand. Der ging zu Boden und nahm noch einige Folgetreffer, bevor Referee Nebil Sebai dazwischen ging.

Rudolf Obernauer vs. Malik Misaev

Obernauer eröffnete den Kampf schnell mit einem knallharten Lowkick. Bei Misaev gingen daraufhin die Alarmglocken an, er suchte sofort den Takedown, lief dabei allerdings in einen Guillotine Choke. Zwar versuchte er, sich noch mit einem sehenswerten Takedown daraus zu befreien, doch Obernauer blieb dran und zog den Würger zu.

Die Ergebnisse in der Übersicht:

Innferno Fighting Championship 1
13. Juni 2015
Music Hall, Innsbruck, Österreich

Jessin Ayari bes. Stanislav Futera via Submission (Rear-Naked Choke) nach 3:23 in Rd. 1
Mario Dengg bes. Georg Reichert via T.K.o. nach 1:40 in Rd. 1
Mensur Alic bes. Johannes Heigl geteilt nach Punkten
Gökhan Aksu bes. Can Bayrakdar via T.K.o. nach 3:39 in Rd. 2
Dawid Masarczyk bes. Kian Gorbani via Submission (Rear-Naked Choke) nach 0:42 in Rd. 1
Daniel Stampfl bes. David Depannemäcker via Submssion (Guillotine Choke) nach 0:38 in Rd. 2
Florian Kienberger bes. Ismail Öztürk via Submission (Armbar) nach 0:23 in Rd. 1
Marko Vardjan bes. Gaziev Ayub via Submssion (Armbar) nach 0:32 in Rd. 2
Franz Dengg bes. Jan Zander via K.o. nach 0:32 in Rd. 1
Rudolf Obernauer bes. Malik Misaev via Submission (Guillotine Choke) nach 1:18 in Rd. 1