Ergebnisse

GMC 17 Ergebnisse: Nordin Asrih besiegt UFC-Veteran Lukasz Sajewski

Nordin Asrih konnte bei GMC 17 seinen nächsten Sieg einfahren (Foto: Elias Stefanescu/GNP1.de)

Für ihre 17. Ausgabe kehrte die German MMA Championship am 13. Oktober nach Düsseldorf zurück, wo schon GMC 13 erfolgreich abgehalten worden war. Die Zuschauer im gut gefüllten Castello wurden dabei Zeugen zahlreicher spannender Kämpfe, von denen ein Großteil vorzeitig endete. Im Hauptkampf des Abends konnte sich Nordin Asrih einen beeindruckenden Sieg über den UFC-Veteranen Lukasz Sajewski sichern. Zuvor zeigten unter anderem Christian Eckerlin und Mohamed Grabinski dominante Leistungen.

Im Hauptkampf des Abends baute Nordin Asrih die längste Siegesserie seiner Karriere auf sieben Erfolge aus. Gegen den UFC-Veteranen Lukasz Sajewski zeigte der 39-Jährige von Beginn an seine Fähigkeiten im Stand und deckte den Polen mit harten Schwingern ein. Dann war es jedoch Sajewski, der Asrih mit einem linken Haken zu Boden schickte. Der Düsseldorfer erholte sich schnell und schaffte es wieder auf die Beine, wo sich die Leichtgewichte bis zum Ende der Runde mit Schlägen eindeckten.

Im zweiten Durchgang übernahm Asrih dann vollends das Ruder. Sajewski hatte dem Jab des Pride-Gym-Athleten nichts entgegenzusetzen und wirkte zusehends ratloser. Neben seiner Führhand arbeitete Asrih auch mit Kombinationen, die er erfolgreich einstreute. Dieses Erfolgsrezept befolgte er auch in der letzten Runde und trieb den Polen nun vor sich her. Zwar gelang dem ehemaligen UFC-Kämpfer noch ein Takedown, doch es sollte nicht reichen. Nach drei harten Runden erklärten die Punktrichter Nordin Asrih einstimmig zum Sieger.

Co-Hauptkampf: Ishii feiert erfolgreiches Deutschland-Debüt

Der Co-Hauptkampf des Abends hatte einen waschechten Olympiasieger zu bieten. Satoshi Ishii, der sich 2008 die olympische Goldmedaille im Judo sichern konnte, bekam es in seinem Debüt auf deutschem Boden mit Rokas Stambrauskas zu tun. Seine Grappling-Fähigkeiten stellte der Japaner früh im Kampf unter Beweis, als er seinen Kontrahenten mit einem Wurf zu Boden beförderte. Dort war kein Kraut gegen den 31-Jährigen gewachsen. Kurz vor Ende der ersten Runde setzte Ishii einen Kimura an, aus dem es kein Entrinnen für Stambrauskas gab.

Vor den Hauptkämpfen ließen es Sasa Milinkovic und Murat Malsagov ordentlich krachen. Innerhalb der ersten Minute landete Malsagov einen guten Treffer, wurde dann jedoch von seinem Gegner angeklingelt. Kurz darauf hatte Milinkovic genug von dem wilden Schlagabtausch und brachte Malsagov zu Boden. Dort kontrollierte er ihn einige Zeit, bevor er den Dresdner mit harten Treffern aus der Halfguard aus dem Kampf nahm.

Eckerlin und Grabinski siegen überzeugend

Ein erfolgreiches GMC-Comeback feierte Christian Eckerlin. Der ehemalige GMC-Champion stand erstmals seit acht Jahren wieder im Käfig der Organisation und meldete sich mit einem Knall zurück. Im ersten Schlagabtausch landete der Frankfurter ein Knie zum Körper, das seinem Kontrahenten Julian Pennant sichtlich zusetzte. In der Folge versuchte sich der Berliner an einem Takedown, was Eckerlin mit einem weiteren Knie bestrafte, von dem Pennant zu Boden ging. Dort machte Eckerlin den Sack mit harten Ellenbogen-Stößen zu und forderte daraufhin einen Titelkampf.

Davor konnte Mohamed Grabinski einen weiteren Sieg einfahren. Der GMC-Leichtgewichtschampion dominierte den kurzfristig eingesprungenen Alexey Sotnikov. Dabei nutzte er die selbe Strategie wie in seiner Titelverteidigung bei GMC 16 in Köln: Der Düsseldorfer vom Pride Gym brachte seinen Kontrahenten zu Boden und bearbeitete ihn dort mit harten Fäusten. Dies setzte sich bis Mitte der zweiten Runde durch, bis der Schiedsrichter genug gesehen hatte und Grabinski mit dem Abbruch seinen dritten Triumph in Folge bescherte.

Das weitere Programm

Im Schwergewicht trafen die beiden Top-Ten-Kämpfer Björn Schmiedeberg und Hatef Moeil aufeinander. Gegen die exzellenten ringerischen Fähigkeiten von Moeil hatte die Nummer 4 im deutschen Schwergewicht kaum etwas entgegenzusetzen. Immer wieder verlagerte der 31-Jährige den Kampf auf die Matte und brachte dort harte Schläge an. In der dritten Runde war dies dann zu viel für die „Gazelle“: Nach einer Minute hatte der Schiedsrichter genug gesehen und bewahrte Schmiedeberg vor weiterem Ground and Pound. Im nachfolgenden Interview forderte Hatef Moeil dann einen GMC-Titelkampf mit Andreas Kraniotakes.

Zuvor kehrte Can Aslaner auf die Siegerstraße zurück. Der Athlet von den Paderborn Wombats hatte offensichtlich aus seiner Niederlage gegen Mert Özyildirim gelernt und implementierte dessen Gameplan in seinem Kampf gegen Marcel Jedidi. Nach einer kurzen Phase des Abtastens schaffte der 25-Jährige überraschend einen Takedown gegen den ehemaligen Bundesligaringer und bearbeitete Jedidi für den Rest der Runde in dessen geschlossener Guard.

Im zweiten Durchgang kam es dann zu einem konservativ geführten Kräftemessen im Stand. Während Aslaner mit seinem Jab punktete versuchte sein Kontrahent vom Team Alpha, die Distanz zu überbrücken und seine Rechte ins Ziel zu bringen. Am Ende der Runde zeigte Jedidi dann sein starkes Ringen und brachte Aslaner auf die Matte. Es fehlte ihm jedoch die Zeit, um dort für Schaden zu sorgen.

Die dritte Runde dominierte wiederum Aslaner. Aus der Topposition brachte er immer wieder Ground and Pound ins Ziel. Folgerichtig wurde der Paderborner von den Punktrichtern mit einem einstimmigen Punktsieg belohnt.

Einen der besten Kämpfe des Abends lieferten sich Felix Schiffarth und Amir Safi. Von Beginn der ersten Runde an ließen die beiden Federgewichte die Fäuste fliegen. Nach einer Unterbrechung in der ersten Runde, die durch zwei illegale Kniestöße Safis verursacht worden war, wurde das Gefecht auf die Matte verlagert. Dort angekommen konnten beide Athleten Akzente setzen, immer wieder kam es zu Positionswechseln. Genauso spannend war die nachfolgende Runde.

Im letzten Durchgang setzte sich dann die starke Ausdauer Schiffarths durch. Der Düsseldorfer vom Pride Gym sicherte sich den Rücken seines Kontrahenten und ließ einen sichtlich ermüdeten Safi in einem Rear-Naked-Choke abklopfen, was von der heimischen Kulisse frenetisch gefeiert wurde.

Anbei findet ihr die kompletten Ergebnisse von GMC 17 in der Übersicht:

GMC 17
13. Oktober 2018
Castello, Düsseldorf

Nordin Asrih bes. Lukasz Sajewski einstimmig nach Punkten
Satoshi Ishii bes. Rokas Stambrauskas via Kimura nach 4:33 in Rd. 1
Sasa Milinkovic bes. Murat Malsagov via T.K.o. (Schläge) nach 4:07 in Rd. 1
Mohamed Grabinski bes. Alexey Sotnikov via T.K.o. (Schläge) nach 2:26 in Rd. 2
Hatef Moeil bes. Björn Schmiedeberg via T.K.o. (Schläge) nach 1:03 in Rd. 3
Christian Eckerlin bes. Julian Pennant via T.K.o. (Ellenbögen) nach 1:29 in Rd. 1
Can Aslaner bes. Marcel Jedidi einstimmig nach Punkten
Felix Schifffahrt bes. Amir Safi via Rear-Naked-Choke in Rd. 3
Niko Samsonidse bes. Zafar Mohsen via K.o. (Schlag) nach 3:41 in Rd. 1
Rostislav Zatuchnyy bes. Aqel Shah Sofizada einstimmig nach Punkten
Anna Isabella Hübsch bes. Lili Panegirico via Armbar nach 1:01 in Rd. 1
Omar Khoram bes. Okan Tikici via T.K.o. (Schläge) nach 3:58 in Rd. 2
Maurice Adorf bes. Harun Güler einstimmig nach Punkten
Rakhim Michael bes. Philipp Müller via T.K.o. (Schläge) nach 4:52 in Rd. 2