Ergebnisse

Gamboa vereinigt Titel - Morales siegt

Yuriorkis Gamboa (Foto via WBA).

Yuriorkis Gamboa vs. Orlando Salido

Yuriorkis Gamboa (19-0-0, 15 KO) ist einer der Boxer, denen man einfach nur gern bei ihrer Arbeit zusieht. Das junge kubanische Talent hat einen Stil, der im Boxsport selten zu finden ist. Er ist unfassbar schnell und besitzt unglaubliche Reflexe. Dennoch ist er kein verhaltener Konterboxer, sonder geht aggressiv nach vorn – ohne dabei jedoch wie ein plumper Prügler zu wirken. Mit Orlando Salido (34-11-2, 22 KO) sah er sich seinem bislang schwersten Gegner gegenüber. Salido setzte in dem Kampf seinen IBF Federgewichtsgürtel aufs Spiel. Gamboa seine bislang makellose Bilanz und das Gold der WBA. Beide Boxer wollten die Titel vereinigen.

Gelungen ist es Gamboa, was zu erwarten war. Dennoch hatte es der Kubaner nicht so leicht wie gedacht. Zu Beginn machte er Druck, bestimmte den Kampf. Salido fand kein Mittel gegen die schnellen Attacken Gamboas, der sich immer wieder rein und raus bewegte und entweder Einzelschläge, Eins-Zwei-Kombos oder ganze Salven abschoss. In Runde acht jedoch die Wende: Gamboa verfolgte Salido mit langen Händen, war dabei jedoch viel zu offen und musste eine harte Overhand Right des Mexikaners nehmen. Er ging zu Boden. Zwar stand er sofort wieder, wurde aber dennoch angezählt und wirkte plötzlich wie ausgewechselt. Er klammerte viel, nahm auf einmal viele Treffer und verlor Runden. Ab dem zehnten Durchgang startete der olympische Goldmedaillengewinner Gamboa allerdings wieder durch und bestimmte den Kampf erneut mit blitzschnellen, akkuraten Attacken und einer enorm selbstbewussten Defensive.

In der zwölften Runde wurde es aber doch noch einmal spannend. Zu Beginn der Runde musste Salido erneut auf die Bretter. Was aussah wie ein Ausrutscher, wurde als Niederschlag gewertet. Kurz darauf erfolgte ein echter Niederschlag, doch Gamboa setzte nach und schlug den am Boden liegenden Salido. Der Ringrichter zog zwei Punkte als Strafe für das absichtliche Foul ab. Letztenendes reichte es für Gamboa aber trotzdem. Die Punktrichter urteilten 116-109, 114-109 und 115-109. Damit ist der junge Kubaner nun IBF und WBA Champion.

Im Co-Hauptkampf konnte Brandon Rios 25-0-1, 18 KO) den bislang ungeschlagenen Anthony Peterson (30-1-0, 20 KO) besiegen. Rios kannte keine Pause und deckte Peterson nonstop mit Schlagserien ein. Peterson suchte einen schnellen weg aus dem Kampf, schlug wiederholt tief und wurde in Runde sieben disqualifiziert. Mit dem unfassbar unterhaltsamen Rios ist in dieser Nacht wohl ein neuer Star geboren.

HBO Boxing after Dark: Gamboa vs. Salido
11. September 2010
Palms Casino Resort, Las Vegas, Nevada, USA


IBF und WBA Weltmeisterschaft im Federgewicht
Yuriorkis Gamboa bes. Orlando Salido nach Punkten (116-109, 114-109, 115-109)    

Brandon Rios bes. Anthony Peterson via Disqualifikation (Tiefschläge) in Rd. 7    

Vorkämpfe
Diego Magdaleno bes. Carlos Oliveira via TKO ind RD. 5    
Matt Korobov bes. Anthony Greenidge nach Punkten (einstimmig)    
Jose Benavidez bes. Manuel Delcid via TKO in Rd. 2    
Mike Lee bes. Alex Rivera via TKO ind Rd. 2

Erik Morales vs. Willie Limond

Dieser Kampf sollte dazu dienen, Erik Morales (50-6-0, 35 KO) für einen weiteren Kampf gegen einen Athleten der Weltspitze aufzubauen. Der Morales, der in Mexico City vor 54.000 Menschen auf den Schotten Willie Limond (33-3-0, 8 KO) traf, hatte jedoch recht wenig mit dem Boxer zu tun, den die Fans wegen legendären Schlachten gegen Marcos Antonio Barrera und Manny Pacquiao in Erinnerung haben. Desaströs langsam und ideenlos wirkte der mexikanische Box-Superstar.

Zu Beginn sah es dementsprechen schlecht aus für “El Terrible”. Limond bewegte sich dagegen schnell, blieb in der Distanz und konterte den zu langsamen Morales scheinbar mühelos aus. Jeder Versuch eines Körpertreffers wurde mit einem langen Jab oder einem linken Haken gestoppt. Ab Runde vier forderte das ständige zirkeln und tänzeln des Schotten allerdings seinen Tribut. Er begann mit offenem Mund zu atmen, wurde langsamer und nahm plötzlich mehr Treffer.

Morales roch seine Chance und drehte auf. In Runde sechs landete einer der Körpertreffer, die Limond zuvor so leicht abwehren konnte und er musste zu Boden. Nun machte Morales kurzen Prozess. Nach zwei weiteren Leberhaken, bei denen der Schotte jedesmal in die Knie ging, brach der Referee den Kampf ab.

Was nun folgt, ist aller Wahrscheinlichkeit nach ein Fight gegen Juan Manuel Marquez. Einer der Traumkämpfe, die zur Glanzzeit der beiden Boxer leider nie stattgefunden hatte. Nur ist Morales heute nicht mehr als ein Schatten seiner selbst – Marquez hingegen gehört nach wie vor zu Weltspitze. Gegen einen wie ihn wird “El Terrible” zwar finanziell gut abräumen können, sportlich und vor allem gesundheitlich aber vollends demontiert werden.

Morales vs. Limond
11. September 2010
Monumental Plaza de Toros, Mexico City, Distrito Federal, Mexiko


WBC Silbergürtel im Halbweltergewicht (Titeleliminator)

Erik Morales bes. Willie Limond    via KO in Rd. 6    

Ryan Bito bes. Edgar Sosa via TKO in Rd. 10    
Reyes Sanchez bes. Daniel Estrada nach Punkten (mehrheitlich)    
Ramon Ayala vs. Antonio Sanchez    endet im No Contest    
Ana Maria Torres bes. Alesia Graf nach Punkten    
Cesar Javier Gandara bes. Mario Andrade    nach Punkten    
Javier Prieto bes. Martin Rivas    nach Punkten    
Ramses Agaton bes. Miguel Palacios via TKO in Rd. 1    
Orestes Pereyra bes. Jorge Hernandez Davila nach Punkten    
Gerardo Marin Hernandez bes. Ignacio Virrueta via TKO in Rd. 1

 

Anzeige:

Vantage Fighting - Euer Partner in Sachen Fightwear.