Ergebnisse

Fünf deutsche Chemiepokalsieger

Fünf Deutsche räumten Gold ab. Unter ihnen auch der gebürtige Merseburger Kevin Künzel (mitte, alle Fotos von Mark Bergmann).

Der 38. Chemiepokal ist vorüber und die Bilanz für die deutschen Boxer ist eine Gute: ganze fünf Sportler konnten Gold abräumen, drei Silber und achtmal gab es Bronze. Die Leistung der jungen deutschen Equipe lässt hoffen, auf die Weltmeisterschaft in Aserbaidschan in diesem Jahr – und natürlich auf die Olympischen Spiele 2012 in London.

Die Leistungen aller Boxer waren in den Finalkämpfen natürlich wahnsinnig hoch, im Laufe der letzten Tage hatte sich die Spreu vom Weizen ja bereits getrennt. Dementsprechend hart umkämpft waren die Gefechte um die Goldmedaillen. So gewann Jungtalent Artur Bril mit 5:4 gegen den‚ Usbeken Faziliddin Gibnazarov und holte damit als erster Deutscher den Chemiepokalsieg. Ebenso hart umkämpft war das Duell zwischen Patrick Wojcicki und dem Türken Abdulkadir Körodlu - Wojcicki setzte sich letztlich mit 4:3 durch.

Den spannendsten Kampf des Abends lieferte Lokalmatador Kevin Künzel ab, der gegen den Usbeken Elshod Rasulov lange Zeit mit 1:0, dann 2:0 zurück lag, später aber spektakulär in der letzten Runde ausgleichen konnte. Er hatte das Glück des tüchtigen, die Punktrichter entschieden nach dem 2:2 Unentschieden zu seinen Gunsten.

Große Hoffnung für die Zukunft: der erst 18-jährige Artur Bril.Im deutsch-deutschen Duell zwischen dem starken Stefan Härtel und Konstatin Buga, hatte letzterer seine Schwierigkeiten und fand nicht so recht seinen Rhythmus. Er gab den Kampf dementsprechend mit 6:2 ab. Der mehrfache Chemiepokalsieger Alexander Povernov hatte ebenfalls seine Schwierigkeiten. Er musste sich Mirzohidjon Abdullayev aus Usbekistan geschlagen geben. In der zum ersten Mal beim Chemiepokal vertretenen Damen-Klasse unterlag Andrea Strohmaier der Russin Irina Poteyeva mit durch Punktrichterentscheis nach einem 4:4 Unentschieden.

Extrem stark zeigte sich Super-Schwergewicht Erik Pfeifer, der den Russen Arslanbek Makhmudov mit sensationellen 8:3 Punkten besiegen konnte.

Alles in allem kann man mit Fug und Recht behaupten: der Chemiepokal ist zurück! Eines der traditionsreichsten und renommiertesten Box-Turniere der Welt brachte auch in diesem Jahr wieder einige hochattraktive Kämpfe hervor und zeigte, dass sich die DBV-Staffel vor dem internationalen Vergleich nicht fürchten muss. Auch Veranstalter Rene Müller war entsprechend zufrieden mit der Veranstaltung und versicherte uns: „Im nächsten Jahr gibt es wieder einen Chemiepokal!“

38. Chemiepokal
19. März 2011
Maritim Hotel in Halle an der Saale, Sachsen-Anhalt


Rahmenkampf - Fliegengewicht (bis 51 Kilo)
Azis Nimani (GER) bes. Bianca Elmir (AUS) nach Punkten (7:4)

Rahmenkämpfe - Leichtgewicht (bis 60 Kilo)

Shelly Watts (AUS) bes. Julia Irmen (GER) durch Punktrichterentscheid (nach 1:1 Unentschieden)
Tasheena Bugar (GER) bes. Maike Klüners (GER) nach Punkten (7:3)

Finale

Fliegengewicht (bis 52 Kilo)
Chao Li (CHN) bes. Vladimir Nikitin nach Punkten (9:2)

Bantamgewicht (bis 56 Kilo)
Dmitry Polyanskiy (RUS) bes. Gökhan Güral (TUR) nach Punkten (7:1)

Leichtgewicht (bis 60 Kilo)
Artur Bril (GER) bes. Faziliddin Gibnazarov (UZB) nach Punkten (5:4)

Halbweltergewicht (bis 64 Kilo)
Cetin Özdemir (TUR) bes. Aurimas Noudzius (LTU) nach Punkten (11:5)

Weltergewicht (bis 69 Kilo)

Patrick Wojcicki (GER) bes. Abdulkadir Körodlu (TUR) nach Punkten (4:3)

Halbschwergewicht (bis 81 Kilo)
Kevin Künzel (GER) bes. Elshod Rasulov (UZB) durch Punktrichterentscheid (nach 2:2 Unentschieden)

Mittelgewicht (bis 75 Kilo)

Stefan Härtel (GER) bes. Konstantin Buga (GER) nach Punkten (6:2)

Schwergewicht (bis 91 Kilo)
Mirzohidjon Abdullayev (UZB) bes. Alexander Povernov (GER) nach Punkten (3:1)

Superschwergewicht (über 91 Kilo)

Erik Pfeifer (GER) bes. Arslanbek Makhmudov (RUS) nach Punkten (8:3)

Mittelgewicht Damen (bis 75 Kilo)
Irina Poteyeva (RUS) bes. Andrea Strohmaier (GER) durch Punktrichterentscheid (nach 4:4 Unentschieden)