Ergebnisse

Fedor gewinnt durch Heimvorteil, Wolf und Dörrer unterliegen

Fedor Emelianenko strahlt nach seinem Erfolg (Foto: EFN)

Zum 50. Jubiläum feierte sich die Organisation Eurasia Fight Nights in St. Petersburg selbst. Neben zahlreichen Showeinlagen, die teils skurril, teils beeindruckend wirkten, zeigten vor allem die Athleten im Käfig starke Leistungen. Neben den Einsätzen der beiden deutschen Vertreter Ruben Wolf und Daniel Dörrer war vor allem das Duell der MMA-Legende Fedor Emelianenko mit dem früheren UFC-Kämpfer Fabio Maldonado von großem Interesse.

Was für ein Spektakel in der ersten Runde. Emelianenko begann wie die Feuerwehr, drängte Maldonado in die Defensive und landete starke Hände am Käfig. Der Brasilianer erholte sich schnell und schickte den „Last Emperor“ beim nächsten Vorstoß mit einer Rechten auf die Bretter. Nur dem wohlwollenden Ringrichter war es zu verdanken, dass Emelianenko beim anschließenden Ground and Pound nicht aus dem Kampf genommen wurde. Nicht das letzte Geschenk für den 39-Jährigen an diesem Abend. Der Russe war stark mitgenommen, taumelte teilweise durch den Käfig und konnte sich gerade so in die zweite Runde retten. Vor allem, weil Maldonado viel Kraft gelassen hatte.

In der Folge fuhren beide das Tempo deutlich zurück. Von Maldonado war außer vereinzelten Vorstößen keine Offensive mehr zu sehen, die aber, wenn sie trafen, deutlich Wirkung hinterließen. Emelianenko bestimmte dafür zwar das Tempo, großen Schaden konnten seine Schläge jedoch nicht hinterlassen. Nach drei Runden ging es an die Punktrichter und hier sollten sich die Befürchtungen bewahrheiten.

Obwohl Emelianenko in der ersten Runde nicht nur niedergeschlagen, sondern total demoliert wurde, wertete nur einer der drei Punktrichter den Durchgang mit 10-8 für den Russen und damit den gesamten Kampf unentschieden. Die anderen beiden sprachen Emelianenko den Sieg zu, der damit seinen zweien Erfolg nach seinem Comeback feiern durfte. Ob es nach dieser Leistung in die UFC geht, ist allerdings sehr fraglich.

Ruben Wolf und Daniel Dörrer im Pech

Kein Glück hatten die deutschen Vertreter Ruben Wolf und Daniel Dörrer. Wolf verlegte sich gegen Kirill Sidelnikov von Beginn an aufs Kontern, wich freiwillig an den Käfig zurück und versuchte, seine rechte Overhand ins Ziel zu bringen. Eine Taktik, die erst in der letzten Runde Früchte tragen sollte. Zu spät allerdings. Bis dahin hatte sich „Baby Fedor“ mit schnellen Fäusten und Kombinationen bereits ein komfortables Punktepolster erarbeitet, welches am Ende für einen Punktsieg gegen den „Viking“ reichte.

Dörrer konnte hingegen überhaupt nichts zeigen. Valentin Moldavsky ging sofort in die Nahdistanz, brachte den Kickboxer zu Boden und konnte den „Peaceful Warrior“ nach einem misslungenen Armhebelversuch in einem Guillotine Choke einfangen, als sich Dörrer gerade herausdrehen wollte. Moldavsky richtete sich auf und brachte Dörrer im Stehen zur Aufgabe. Nach einer knappen Minute war das Duell bereits vorbei. Russland bleibt ein schlechtes Pflaster für deutsche MMA-Kämpfer.

Die Fans in der Halle konnten sich über fehlende Action nicht beschweren. Der Großteil der Kämpfe endete noch in der ersten Runde. Rasul Mirzaev lieferte gegen den brasilianischen Thaiboxer Dioginis Souza einen der Kämpfe des Abends und Vitaly Minakov, Sergey Pavlovich und Vadim Nemkov machten mit ihren überforderten Gegnern Peter Graham, Chaban Ka und Mikolaj Rozanski kurzen Prozess.

Die Ergebnisse im Überblick:

Fight Nights Global 50
17. Juni 2016
St. Petersburg, Russland

Fedor Emelianenko bes. Fabio Maldonado mehrheitlich nach Punkten (29:28, 28:28, 29:28)
Vitaly Minakov bes. Peter Graham via Armbar nach 1:02 in Rd. 1
Kirill Sidelnikov bes. Ruben Wolf nach Punkten
Akhmet Aliev bes. Matej Truhan nach Punkten
Anatoly Tokov bes. Vladimir Filipovic nach Punkten
Sergey Pavlovich bes. Chaban Ka via T.K.o. (Schläge) nach 1:54 in Rd. 1
Vadim Nemkov bes. Mikolaj Rozanski via T.K.o. (Schläge) nach 3:39 in Rd. 1
Rasul Mirzaev bes. Dioginis Souza via T.K.o. (Schläge) nach 4:13 in Rd. 1
Valentin Moldavsky bes. Daniel Dörrer via Standing Guillotine Choke nach 0:47 in Rd. 1
Georgiy Kichigin bes. Vladimir Tyurin via Armbar nach 2:03 in Rd. 1
Abusupyan Alikhanov bes. Artem Shokalo nach Punkten
Jack McGann bes. Abdulla Dadaev via K.o. (Schläge) nach 2:13 in Rd. 1
Aleksandr Dankov bes. Dmitriy Maryukhin via T.K.o. (Schläge) nach 2:49 in Rd. 1
Vasiliy Zubkov bes. Sergey Tovkan via Triangle Choke nach 3:57 in Rd. 1
Marina Mokhnatkina bes. Ekaterina Torbeeva via Armbar nach 0:25 in Rd. 1