Ergebnisse

Fair FC 7: Khapilaev gewinnt Titel, Stoltzfus schlägt Agaev

Die siebte Ausgabe von Fair.FC fand am 7. Oktober im RuhrCongress in Bochum statt. Dabei wurde der Titel im Leichtgewicht erstmals vergeben, den Islam Khapilaev an sich reißen konnte. Zuvor setzte sich Dustin Stoltzfus gegen Selim Agaev durch, während Frederik Kretschmer und Frederic Fraikin im K-1-Highlight des Abends für Action sorgten.

Islam Khapilaev und Agy Sardari lieferten sich anfangs ein unterhaltsames Duell im Stand, bei dem Khapilaev dann immer wieder den Takedown suchte. Dieser gelang auch nach mehreren Versuchen, so dass er aus der Oberlage dominieren konnte. Sardari hatte Probleme seinen Kontrahenten vom Rücken aus Paroli zu bieten. Das änderte sich schließlich in der dritten und letzten Runde, denn diesmal war es Sardari, der den Takedown erzwang und aus der Guard von Khapilaev für Gefahr sorgte. Das Aufbäumen kam jedoch zu spät, Khapilaev konnte seinen fünften Karrieresieg einfahren und gleichzeitg das Gold von Fair.FC um seine Hüfte schnallen.

Im Co-Hauptkampf des Abends brachten Frederik Kretschmer und Frederic Fraikin die Halle zum Kochen. In der ersten Runde war es Fraikin, der die besseren Treffer ins Ziel brachte und Kretschmer zeitweilig hart anklingelte. Dieser hielt jedoch tapfer dagegen und bewies, dass er ein Kinn aus Granit hat. Fäuste und Kicks steckte dieser ein und machte einfach weiter. Es sollte sich auszahlen – in der zweiten Runde war er es, der Fraikin anklingeln konnte, doch auch dieser konnte sich wieder fangen. Im letzten Durchgang sah alles danach aus, als ob die Punktrichter gefordert werden würden, bis Kretschmer, ca. 20 Sek. vor Schluss, Fraikin mit einem linken Haken ans Kinn ins Land der Träume katapultierte. Fraikin krachte ohnmächtig auf die Matte. Kretschmer feierte einen der imposantesten Siege seiner Karriere.

Dustin Stoltzfus und Selim Agaev boten sich eine spannende Schlacht im ersten Durchgang. Noch war Stoltzfus etwas passiv, ließ Agaev die Initative ergreifen, so dass es hin und her ging. Agaev konnte ein paar gute Treffer landen, Stoltzfus wehrte Takedowns ab und hielt dagegen. Im zweiten Durchgang übernahm Stoltzfus das Kommando. Der US-Amerikaner konnte Agaev auf den Boden ringen und dort schließlich die Backmount erobern, aus der hartes Ground and Pound fast den Abbruch des Duells erzwang. Agaev wehrte auch einen Rear-Naked Choke nach dem anderen ab und rettete sich so in die dritte Runde. Dort konnte Stoltzfus weitermachen, wo er in Runde zwei aufgehört hatte und dominierte Agaev aus der Backmount – doch auch hier hielt der „Wolf“ tapfer durch, zeigte ein großes Kämpferherz und verlor erst auf den Punktrichterkarten, nachdem die dritte Runde beendet war. Eine starke Leistung von Stoltzfus, der seine Bilanz auf 8-1 ausbaute.

Alexander Vertko ließ Pascal Wolff keine Chance. Der erfahrene Russe wartete auf einen Vorstoß von Wolff, den er mit einem wuchtigen linken Haken direkt auskonterte. Wolff fiel K.o. geschlagen zu Boden, kassierte dort noch einen Treffer, bis der Referee dazwischen sprang.

Kevin Saszik hatte leichtes Spiel mit Fabian Wosnitza. Nach einem Körpertreffer, der Wosnitza zusammenzucken ließ, folgte Saszik mit einem Headkick, der seinen Kontrahenten auf die Matte schickte. Dieser war nicht mehr kampffähig – ein rascher Sieg für den Lokalmatadoren Saszik, der seine lupenreine Kampfbilanz damit auf 6-0 ausbaute.

Mehmet Nurioglu und Michael Dauzenroth schienen anfangs noch auf dem gleichen Level, bis Nurioglu im Bodenkampf klare Akzente setzen konnte und den Kampf mit hartem Ground and Pound in Runde eins für sich entschied.

Einen ähnlichen Kampfausgang gab es auch im Duell zwischen Flamur Mehmedi und Redouan Bentalp. Anfangs war Bentalp der aggressivere Kämpfer, konnte Mehmedi gut angehen, sorgte auch mit Takedowns für Gefahr. Im zweiten Durchgang verteidigte Mehmedi dann Takedowns, konnte Bentalp auskontern und schließlich auf der Matte mit wuchtigem Ground and Pound nahezu K.o. schlagen, bis der Ringrichter ihn vor weiterem Schaden bewahrte.

Dominik Riedewald bezwang Denis Arslan mit starkem Grappling. Riedewald brachte den Kampf auf den Boden, arbeitete sich in die Full Mount und setzte dort einen Kimura am linken Arm von Arslan an, während er den rechten Arm isolierte. Arslan hatte keinen freien Arm, um sich zu verteidigen und musste abklopfen.

Muhammed Celebi wollte sich mit einem Sieg gegen Elison Gonçalves für höhere Aufgaben bewerben. Der Plan ging nicht ganz auf. In der ersten Runde war Celebi der aktivere Mann, konnte bei einem missglückten Takedown-Versuch oder Guard-Pull des Brasilianers die Oberlage gewinnen und erfolgreich Ground and Pound anbringen. Er wehrte einen Armbar ab und war der dominantere Mann in der Runde. Dann verließen ihn offenbar die Kräfte, denn in den weiteren Durchgängen konnte Celebi keine Power abrufen, befand sich fast ausschließlich im Rückwärtsgang und wurde von Goncalves mit langen Händen durch den Ring gescheucht. Nach drei Runden konnte der Brasilianer einen verdienten Punktsieg einfahren.

Mitch Kuijpers konnte den EM-Titel im K-1 bis 78,2kg für sich gewinnen, als er Tolga Ayvaz immer wieder mit Lowkicks und Körpertreffern zermürbte. Obwohl Ayvaz anfangs noch der aktivere Kämpfer war, so ließ er aufgrund der sich wiederholenden Angriffen von Kuijpers nach – blockte keine Lowkicks – was sich summierte und schlussendlich zum vorzeitigen Erfolg durch T.K.o. in Rund vier für Kuijpers führte. Ayvaz war zu hart angeschlagen, um weitermachen zu können.

Daniel Zuerker konnte sich gegen den anfangs noch aggressiven Simon im Schaa durch T.K.o. durchsetzen. Nachdem Zuerker am Boden seinen Kontrahenten kontrollierte, beendete er den Kampf mit Ground and Pound.

Im K-1-Duell zwischen Elvis Zuhric und Dino Mavratzotis hatte der Grieche wenig zu diktieren. Zuhric hielt ihn auf Distanz und bearbeitete diesen mit Lowkicks und Jabs, bis Mavratzotis in die Knie ging. Er kämpfte nach dem ersten Anzählen zwar weiter, musste dann beim nächsten Knockdown die Segel streichen.

Xeyal Ehmdedov bezwang Kevin Liedke, nachdem dieser sich bei einem geblockten Lowkick am Schienbein verletzte und aufgeben musste.

Furkan Güntas und Ertan Bicakci setzten sich in den ersten Kämpfen des Abends nach Punkten durch.

Der Auftritt von Milo Grigoryan fiel aus, da mehrere für ihn gestellte Gegner absagten. Er brachte am Vortag des Events das geforderte Gewicht auf die Waage, sein geplanter Kontrahent fiel am Kampftag aus, zu kurz für Veranstalter Isa Topal, um noch weitere Ersatzgegener zu organisieren.

GNP1 Fight Night Awards

Fight Of The Night: Frederik Kretschmer vs. Frederic Fraikin
K.o. Of The Night: Frederik Kretschmer vs. Frederic Fraikin
Submission Of The Night:
Dominik Riedewald vs. Denis Arslan 

Hier findet ihr alle Ergebnisse in der Übersicht:

Fair.FC 7
7. Oktober 2017
RuhrCongress, Bochum

MMA-Titelkampf im Leichtgewicht
Islam Khapilaev bes. Agy Sardari einstimmig nach Punkten

MMA
Dustin Stoltzfus bes. Selim Agaev einstimmig nach Punkten
Alexander Vertko bes. Pascal Wolff durch K.o in Rd. 1
Mehmet Nurioglu bes. Michael Dauzenroth durch T.K.o. in Rd. 1
Dominik Riedewald bes. Denis Arslan durch Kimura in Rd. 1
Elison Gonçalves bes. Muhammed Celebi einstimmig nach Punkten
Flamur Mehmedi bes. Redouan Bentalp durch T.K.o. in Rd. 2
Daniel Zuerker bes. Simon im Schaa durch T.K.o. in Rd. 1

K-1
Frederik Kretschmer bes. Frederic Fraikin durch K.o. in Rd. 3
Kevin Saszik bes. Fabian Wosnitza durch K.o. in Rd. 1
Elvis Zuhric bes. Dino Mavratzotis durch T.K.o. in Rd. 2
Xeyal Ehmdedov bes. Kevin Liedke durch T.K.o. in Rd. 1

European K-1 Titelkampf bis 78,2 Kilo
Mitch Kuijpers bes. Tolga Ayvaz durch T.K.o. in Rd. 4

Furkan Güntas bes. Mümin Arslan einstimmig nach Punkten
Ertan Bicakci bes. Rinus Douma einstimmig nach Punkten