Ergebnisse

Ergebnisse - UFC 114: Rampage vs. Evans

Direkt zu Beginn des Fights konnte Evans eine harte Rechte landen, die Rampage durchrüttelte. Evans drückte den wackligen Rampage sofort an den Käfig und kontrollierte ihn ohne nennenswerte Action dort. Referee Herb Dean trennte die Beiden und Evans konnte einen blitzschnellen Takedown landen. Runde zwei verlief recht ereignislos, viele Shoots von Evans und Clinches am Käfig, kaum erwähnenswerte Action und ein buhendes Publikum, sobald Evans aktiv war – bei einem aktiven Rampage dagegen lautstarke Anfeuerungsrufe. In Runde drei zunächst dasselbe Bild. Plötzlich erwischte Rampage Evans nach einem Sprawl mit einem linken Haken, Evans ging zu Boden und Rampage setzte nach. Evans hielt jedoch durch, gelangte auf die Beine und Rampage versäumte es, im Stand nachzusetzen. Dies rächte sich kurz darauf, als Evans Rampage zu Boden brachte und mit Ground and Pound eindeckte. Auch Rampage hielt durch, rettete sich bis zum Kampfende, doch verlor anschließend eine einstimmige Punktentscheidung.

Nach einer Niederlage gegen Wanderlei Silva wollte Michael Bisping im Co-Main Event des Abends versuchen, wieder einen Sieg einzufahren. Sein Gegner Dan Miller schien sich, trotz guter Bodenkampf-Kenntnisse, auf einen Standkampf mit dem Briten einlassen zu wollen. Die meiste Zeit über war dies eine schlechte Idee. Bisping deckte seinen Gegner mit Kombinationen ein, ließ jedoch etwas Aggressivität vermissen. Kurz vor Ende des Fights gelang Miller ein Takedown, doch Bisping gelangte direkt wieder auf die Füße. Nach drei mäßigen Runden verkündeten die Punktrichter Bisping schließlich einstimmig zum Sieger.

Schwergewichtssensation Todd Duffee versuchte den sieben Sekunden Rekord-KO seines UFC-Debüts zu wiederholen. Sein Gegner Mike Russow schien jedoch einen Stahlschädel zu besitzen und nahm scheinbar unendlich viele Schwinger und Aufwärtshaken, ohne auch nur angeschlagen zu wirken. Im Gegenzug war es Duffee, der im Laufe der Runden immer langsamer wurde, weniger machte. Duffee war erschöpft, das Publikum begann zu buhen. In Runde drei schließlich das Unglaubliche: Aus dem Nichts traf Russow, der mehr als zehn Minuten lang ohne nennenswerte Gegenwehr Prügel bezogen hatte, eine krachende Rechte Gerade und schickte Duffee auf die Bretter. Sieger via KO: Mike Russow.

Ersatzmann Jason Brilz bestritt wohl eindeutig den Kampf seines Lebens. Nur wenige Wochen vor der Veranstaltung stimmte er zu, den verletzten Forrest Griffin in seinem Kampf gegen Antonio Rogerio Nogueira zu ersetzen. Niemand rechnete mit Brilz – zu Unrecht, wie sich herausstellte. Brilz machte Nogueira große Schwierigkeiten, brachte ihn wieder und wieder zu Boden und erwischte ihn im Stand mit harten Händen. Weite Teile der ersten Runde konnte Brilz am Boden kontrollieren. Die zweite Runde dominierte er komplett, tappte „Lil' Nog“ fast in einer Guillotine und rockte den begnadeten Boxer kurz vor Ende der Runde mit einem rechten Schwinger. Über die dritte Runde musste er sich größtenteils retten, zeigte aber dennoch großes Kämpferherz und blieb stets gefährlich. Die anschließend verkündete geteilte Entscheidung der Punktrichter zu Gunsten Nogueiras ist sicher streitbar, doch wirklich verloren hat Brilz an diesem Abend sowieso ganz sicher nichts.

Diego Sanchezs Rückkehr ins Weltergewicht war keine erfolgreiche. Zwar versuchte er von Beginn an Druck zu machen, doch Gegner John Hathaway konnte den ambitionierten Sanchez über drei Runden deklassieren und brachte einen Punktsieg heim nach England.

Anbei die gesamten Ergebnisse des Abends im Überblick:

UFC 114: Rampage vs. Evans
29. Mai 2010
MGM Grand Garden Arena, Las Vegas, Nevada, USA


Hauptkämpfe
Rashad Evans besiegte Quinton Jackson nach Punkten (einstimmig)
Michael Bisping besiegte Dan Miller nach Punkten (einstimmig)
Mike Russow besiegte Todd Duffee via KO (Rd. 3)
Antonio Rogerio Nogueira besiegte Jason Brilz nach Punkten (geteilt)
John Hathaway besiegte Diego Sanchez nach Punkten (einstimmig)

Vorkämpfe
Dong Hyun Kim besiegte Amir Sadollah nach Punkten (einstimmig)
Efrain Escudero besiegte Dan Lauzon nach Punkten (einstimmig)
Melvin Guillard besiegte Waylon Lowe via TKO (Rd. 1)
Cyrille Diabate besiegte Luiz Arthur Cane via TKO (Rd. 1)
Aaron Riley besiegte Joe Brammer nach Punkten (einstimmig)
Ryan Jensen besiegte Jesse Forbes via Submission (Guillotine Choke, Rd. 1)