Ergebnisse

Ergebnisse: TUF 10 Finale

Brendan Schaub am Ende seiner Träume - in jeder Hinsicht.

Um es kurz zu machen: Der Gewinner der zehnten Staffel von The Ultimate Fighter heißt Roy „Big Country“ Nelson. Zu beginn des Fights schien Schaub ihn mit langen Händen gut auf Distanz halten zu können, verteidigte einen Single-Leg-Takedown Versuch Nelsons, fand sich dadurch aber im Clinch wieder. Von dort ging es recht schnell per Trip-Takedown auf den Boden, wo Nelson seinen Gegner belastete. Schaub gelang es allerdings recht schnell ohne größeren Schaden wieder auf die Füße zu kommen. Dort punktete erstaunlicherweise Bodenspezialist Nelson mit starken rechten Händen. Eine solche war es schließlich auch, die ihn zum Ultimate Fighter der zehnten Staffel machte, denn nach 3:45 Sekunden knockte er Schaub mit einem rechten Haken aus und sicherte sich somit die Trophäe und den UFC-Vertrag.

Unverständnis bei Jon Jones.

Den eigentlichen Hauptkampf des Abends bestritten zwei Weltklasseringer: Der taube Matt Hamill und der unglaublich unterhaltsam kämpfende und blutjunge Jon Jones. Jones schien Hamill von Beginn an mit seinem unorthodoxen Striking zu verwirren. Mit Frontkicks und langen Händen hielt er seinen Kontrahenten auf Distanz. Einen Single-Leg-Versuch von Hamill konnte er mit Leichtigkeit abwehren. Nach einer guten Kombination und einem Knie im Clinch bewies Jones perfektes Timing und brachte Hamill mit einem schönen Trip-Takedown zu Boden. Von der Sidemount stieg er direkt in die Mount und ließ von da ab die Hölle losbrechen. Endlose Ellenbogen- und Faustschläge konnte der talentierte Jungspund herabregnen lassen, bis Referee Mazagatti schließlich dazwischen ging. Jedoch nicht um den Kampf zu stoppen, sondern um Jones auf Grund mehrerer illegaler Ellenbogenschläge in Folge einen Punkt abzuziehen. Jones traf Hamill wiederholt mit 12-nach-6 Ellenbogenstößen (also von oben nach unten), was laut Unified Rules verboten ist. Hamill war nicht in der Lage, nach der Unterbrechung wieder anzutreten und bekam daher den Sieg zugesprochen. Seine Nase sah schlimm aus, ein großer Cut offenbarte einen Bruch. Jon Jones in diesem Kampf also der Verlierer durch Disqualifikation.

Kimbo mit Fähigkeiten am Boden - das Training beim American Top Team zahlt sich aus.

Es war Zeit für das UFC-Debüt der Straßenlegende Kevin „Kimbo Slice“ Ferguson. Matchmaker Joe Silva hat sich nicht lumpen lassen und ihm einen ähnlich schlagstarken, aber ebenso KO-gefährdeten Puncher in den Käfig gestellt: Houston Alexander. Nach dem dieser die ersten drei Minuten des Kampfes nicht mehr tat als Runden zu drehen und gelegentlich einen halbherzigen linken Lowkick abzufeuern (während Kimbo noch weniger tat, nämlich gar nichts), kam es in den letzten zwei Minuten der Runde zum einen oder anderen Schlagabtausch. Jedoch nichts Besonderes.

Dasselbe Szenario bot sich zu Beginn von Runde zwei. Nach knapp zwei Minuten landete Kimbo allerdings einen harten Jab und klingelte Alexander damit an. Slice nutzte die Chance, hob Alexander aus und beförderte ihn auf die Bretter. Dort sicherte er die Mount und arbeitete mit Ellenbogen- und Unterarmschlägen. Sein Positioning ließ jedoch zu wünschen übrig und erlaubte es seinem Gegner aufzustehen. Er kassierte dabei eine Hand von Kimbo, die ihre Wirkung nicht verfehlte. Nach einem weiteren Schlagabtausch clinchten beide und Kimbo beförderte Alexander mit einem wunderbaren Überstürzer auf die Matte. Der Aufschlag sah grausig aus und erinnerte ein wenig an Fedor vs. Randleman. Alexander schien jedoch okay und gelangte wieder auf die Beine. Nach einem weiteren Takedown versuchte Slice erneut mit Groundandpound zum Ziel zu kommen, sicherte sich sogar den Rücken Alexanders und ging zum Mata Leon über. Er lag aber zu seitlich und musste die Position aufgeben.

In Runde drei wollten es beide offenbar noch einmal wissen und tauschten Schläge. Beide waren jedoch zu erschöpft um genug Power hineinzulegen. In der Mitte der Runde traf Alexander erneut einen Lowkick und schickte Kimbo damit zu Boden. Er schien tatsächlich schmerzen zu haben, denn zunächst blieb er liegen, ging dann aber flugs zum Single-Leg über und brachte Alexander zu Boden. Nach einiger Zeit Inaktivität und mit nur noch einer Minute auf der Uhr, stellte Referee Josh Rosenthal die beiden wieder auf. Kimbo nahm noch einen harten Ellenbogen und eine Rechte, die darauf folgte, dann war die Runde und der Kampf in den Büchern. Sieger nach Punkten: Kimbo Slice.

Frankie Edgar domiert Matt Veach.

Frankie Edgar konnte Matt Veach im Opener der TV-Übertragung mit einem Mata Leon in der zweiten Runde besiegen. In Runde eins musste Edgar einige harte Würfe einstecken, war im Stand allerdings klar überlegen. Eingeleitet wurde das Ende in der zweiten Runde schließlich auch durch eine harte Rechte, die Veach auf die Bretter schickte. Edgar blieb dran, sicherte sich den Rücken seines Kontrahenten und deckte ihn mit Schlägen ein, bevor er ihn mit dem Choke zum tappen zwang. Die harte Schule Ricardo Almeidas hat sich für Frankie Edgar offenbart ausgezahlt.

Anbei die kompletten Ergebnisse in der Übersicht:

The Ultimate Fighter 10 Finale
04. Dezember 2009
Pearl at the Palms, Las Vegas, Nevada, USA

TUF 10 Finalkampf
Roy Nelson besiegte Brendan Schaub via Knockout (Rd. 1)

Hauptkämpfe
Matt Hamill besiegte Jon Jones durch Disqualifikation (unerlaubte Ellenbogenstöße)
Kevin Ferguson besiegte Houston Alexander nach Punkten (einstimmig)
Frankie Edgar besiegte Matt Veach via Mata Leon (Rd. 2)

Vorkämpfe
Matt Mitrione besiegte Marcus Jones via Knockout (Rd. 2)
James McSweeney besiegte Darrill Schoonover via TKO (Rd. 3)
Jon Madsen besiegte Justin Wren nach Punkten (split)
Brian Stann besiegte Rodney Wallace nach Punkten (einstimmig)
John Howard besiegte Dennis Hallman via Knockout (Rd. 3)
Mark Bocek besiegte Joe Brammer via Mata Leon (Rd. 1)