Ergebnisse

Die Ergebnisse von DREAM.13

Die Kämpfer von DREAM.13.

Drei lange Monate mussten die Fans der japanischen MMA-Szene auf die erste Show von DREAM im Jahr 2010 warten. Heute war es endlich so weit: Mit DREAM.13 begann die größte japanische Organisation offiziell ihr Veranstaltungsjahr.

Im Hauptkampf stand der Federgewichtstitel von Bibiano Fernandes auf dem Spiel. Der Brasilianer sollte seinen Gürtel gegen den Norweger Joachim Hansen verteidigen, der im vergangenen Jahr der erste Leichtgewichtschampion von DREAM wurde. Hansen trat erstmals seit den Anfängen seiner Karriere wieder in der Klasse unter 63 Kilogramm an, die bei DREAM die Federgewichtsklasse bildet.

Zwischen Fernandes und Hansen entwickelte sich ein sehr ausgeglichener Kampf, dem Fernandes mit mehreren Takedowns seinen Stempel aufdrückte. Hansen stand zwar jedes Mal schnell wieder auf, konnte aber nichts dagegen ausrichten, dass der mehrfache BJJ-Weltmeister das Kampfgeschehen auf diese Weise kontrollierte. Im Stand tauschten Fernandes und Hansen Lowkicks und Schlagkombinationen aus, verheerende Treffer blieben jedoch Mangelware.

Die Ausgeglichenheit des Kampfes spiegelte sich anschließend auch in den Wertungen der Punktrichter wieder: Einer stimmte für Hansen, die beiden anderen sahen Fernandes vor, der seinen Gürtel somit zum ersten Mal verteidigt hat.

Josh Barnett gab sich über ein Jahr nach seinem letzten Auftritt wieder einmal die Ehre. Relativ kurzfristig kam ein Kampf gegen Siala „Mighty Mo“ Siliga zustande. Nach einem kurzen Schlagabtausch traf Barnett den K-1-Kämpfer mit einem kräftigen Frontkick genau im Unterleib. Mighty Mo ging sofort zu Boden und krümmte sich vor Schmerzen. Es wurde eine knapp zehnminütige Pause eingelegt und Mighty Mo machte weiter. Barnett warf ihn mit einem hohen Double Leg Takedown auf den Boden, ging in die Sidecontrol über und beendete die Auseinandersetzung mit einem Kimura. Im Anschluss an den Kampf ließ er sich von Mighty Mo als „Entschädigung“ einen Kniestoß in den Unterleib geben.

Erstmals seit dem Zusammenbruch von EliteXC vor zwei Jahren stieg deren Leichtgewichtschampion KJ Noons wieder unter MMA-Regeln in den Ring. In der Zwischenzeit bestritt er zwar fünf Profiboxkämpfe, ein wenig Ringrost machte sich aber dennoch bemerkbar. Der letzte Biss hat bei Noons noch gefehlt. Andererseits befand sich sein Gegner, der brasilianische Thaiboxer Andre „Dida“ Amade permanent im Rückwärtsgang. Noons deckte ihn mit Schlagkombinationen zum Kopf und Körper ein, konnte ihn aber nur selten stellen. Gelegentlich punktete Dida mit Lowkicks, aber am einstimmigen Punktsieg für Noons gab es nichts zu rütteln.

In seinem ersten Kampf für DREAM ließ Ryo Chonan gegen den Kyokushin Karateka Andrews Nakahara nichts anbrennen. Chonan verfrachtete ihn in Runde eins auf die Matte und arbeitete mit Ground and Pound. Der zweite Durchgang begann gut für Nakahara, der Chonan mit seiner Rechten und mit Kicks und Kniestößen zum Körper traf. Chonan verlagerte den Kampf jedoch schnell wieder auf den Boden und machte mit dem Ground and Pound weiter. Am Ende sahen ihn alle drei Punktrichter als Sieger.

Die Erfolgsgeschichte von Cole Escovedo geht auch in Japan weiter. Eine Staphylokokkeninfektion, die eine Lähmung und eine Operation an der Wirbelsäule zur Folge hatte, hätte im Jahr 2007 beinahe seine Karriere beendet. Doch der frühere WEC Federgewichtschampion besiegte die schwere Krankheit und gab im Sommer 2009 sein Comeback. Anschließend fuhr Escovedo vier Siege in Folge ein. Heute kam der fünfte hinzu – und was für einer.

Yoshiro Maeda setzte ihm zunächst im Stand mit Schlägen, unter anderem mit einem Uppercut, zu. Escovedo hielt ihn sich dann mit Kicks vom Leib. Er täuschte einen weiteren Kick zum Oberschenkel an, fällte Maeda jedoch mit einem linken Kick zum Kopf. Maeda war schon im Fallen KO.

Katsunori Kikuno kehrte nach seiner Niederlage gegen Eddie Alvarez erfolgreich zurück. Kuniyoshi Hironaka fand überhaupt nicht in den Kampf und wurde von dem unorthodoxen Kyokushin Karateka durch den Ring getrieben. Kikuno brachte ihn mit einem Crescentkick zur Leber durcheinander, rüttelte ihn mit einem linken Haken durch und schlug ihn danach mit einem rechten Haken KO.

„Super Hulk Champion“ Ikuhisa Minowa stand im Eröffnungskampf erneut einem gigantischen Gegner gegenüber, dem 36 Kilogramm schwereren „Titanen“ Jimmy Ambriz. Nachdem er sich in der ersten Runde anscheinend zu sehr verausgabt hatte, schien Ambriz in Runde zwei nicht mehr ganz auf der Höhe zu sein. Er kam in die Mountposition, wurde aber von Minowa in die Guard gesweept. Minowa täuschte einen Schlag an, warf sich stattdessen aber aufs Bein von Ambriz und setzte einen Fußhebel an, mit dem er ihn zur Aufgabe zwang.