Ergebnisse

Das Finale der 13. Staffel von "TUF" endet spektakulär

Poster via Zuffa LLC

Im Palms Casino Resort in Las Vegas erfuhr man vor wenigen Minuten wer als neustes Mitglied in die TUF-Familie aufgenommen wurde, denn zum 13. Mal wurde der heiß begehrte "The Ultimate Fighter"-Titel vergeben. Tony Ferguson und Ramsey Nijem träumten seit mehreren Wochen vom UFC Vertrag - Dieser Traum wurde schließlich wahr, jedenfalls für Einen der Beiden, denn Tony Ferguson siegte spektakulär in Runde eins. Wir schauen für Euch auf die Ergebnisse des Abends.

Reuben Duran vs. Francisco Rivera
Die beiden Bantamgewichtler legten sofort los und teilten Schlagkombinationen aus, gepaart mit Takedownversuchen. Duran gelang es schließlich den Bodenkampf zu erzwingen und dominierte dadurch die ersten beiden Runden. Runde drei verlief ebenso, Duran erarbeitete sich die Side Control und eroberte den Rücken seines Gegners, der sich herauswinden wollte. Das Ergebnis war die Submission durch Rear Naked Choke.

Scott Jorgensen vs. Ken Stone
Jorgensen schien im Stehen unterlegen und versuchte daraufhin den Kampf auf den Boden zu bringen, was ihm gelang. Dort versuchte Jorgensen seinem Gegner mit harten Schlägen zuzusetzen, doch Stone setzte einen Triangle Choke an, aus dem sich Jorgensen nur schwer befreite. Erst als Jorgensen versuchte seinen Gegner zu slammen, öffnete  dieser den Triangle um sich davor zu retten. Jorgensen lag somit wieder auf seinem  Gegner und traf aus der Guard mit einer harten Rechten die Stone sofort KO schlug. Einige weiteren Schläge folgten, bis Steve Mazzagatti dazwischen sprang, um Stone vor Schaden zu bewahren.

Justin Edwards vs. Clay Harvison
Ein spannender Kampf der über die volle Distanz ging. Beide Athleten waren hungrig nach einem Sieg, denn es ging im harten Schlagabtausch zur Sache. Edwards konnte anfangs aufgrund von Takedowns punkten, doch Harvison kam stark zurück und schien am Ende der aggressivere Mann zu sein, der dem Gegner Schaden zufügen wollte. So sahen es auch die Punktrichter, die das Duell via geteilter Punktentscheidung (28-29, 29-28, 29-28) an Harvison gaben.

Shamar Bailey vs. Ryan McGillivray
Auch dieses Duell ging über die volle Distanz, doch das Tempo der letzten Runde ließ zu wünschen übrig. Die ersten beiden Runden waren unterhaltsam, denn Bailey dominierte mit seinen ringerischen Fähigkeiten, während McGillivray den Kampf vergeblich auf den Beinen halten wollte. Die letzte Runde verlief hingegen sehr träge, da beide Athleten am Ende ihrer Kräfte schienen. Bailey hielt seinen Gegner fest und wartete, dass die Zeit ablief, während die Zuschauer frustriert buhten. Zum Schluss war Bailey der klare Sieger auf dem Papier, mit 30-27, 30-27, 30-27.

George Roop vs. Josh Grispi
Grispi ging als Favorit in das Duell gegen Team Tompkins-Mitglied George Roop. Grispi dominierte die erste Runde mit aggressivem Vorgehen und kontrollierte das Geschehen, doch die zweite und dritte Runde ging an Roop, der seinen kanadischen Gegner auf den Boden brachte und dort mit hartem Ground and Pound bearbeitete. Bis zur dritten Runde hatte Grispi bereits viel eingesteckt und wurde im Stehen mit harten Kicks und Schlägen attackiert. Als eine wuchtige rechte Gerade den Solarplexus des Kanadiers traf, brach dieser zusammen. Roop gewannt das Duell mit einem imposanten Körper-KO und feierte mit seinen Teamkameraden.

Jeremy Stephens vs. Danny Downes
Stephens ging aggressiv zu Werke und drückte Downes an den Käfig, teilte dabei harte Ellenbogen aus. Downes schien im Laufe der Runde überfordert, hielt jedoch tapfer dagegen. Ein Takedown gelang Stephens schließlich, während Downes im Fall einen Guillotine Choke ansetzte. Stephens befreite sich und setzte seinerseits einen Kimura an, der Downes Schulter fast sprengte, dieser gab jedoch nicht auf und hielt schmerzverzerrt dagegen, obwohl das Schultergelenk auf eine Zerreißprobe gestellt wurde. Als Downes sich schließlich befreite und wieder auf den Beinen war, wurde er kurz darauf von Stephens mit einem imposanten Slam durch die Gegend geworfen und am Ende der letzten Runde mit einem Rear Naked Choke in Gefahr gebracht, doch Downes schien niemals aufgeben zu wollen und hielt durch, bis die Zeit ablief. Die Punktrichter werteten die Begegnung klar mit 30-27, 30-27, 30-27 für Stephens, doch Downes hat mit seiner "Never Say Die"-Attitüde sicherlich einige neue Fans gewonnen.

Chris Cope vs. Chuck O'Neil
Der erste Kampf des Hauptprogrammes wurde zwischen zwei beliebten TUF 13 Teilnehmern ausgetragen. Cope und O'Neil zeigten ein pures Kickboxduell, denn Beide blieben in der Mitte des Octagons und teilten aus. Cope schien des Öfteren das Ziel zu treffen und spornte die Zuschauer mit seinem, aus der TUF-Serie bekannten Ric Flair Ruf, "Wooooo!" an. Die Zuschauer „wooo“-ten zurück, was Cope noch mehr Kraft zu geben schien, denn er schlug wilde Kombinationen und Spin-Kicks. Die Begegnung zog sich über die volle Distanz und ging, wenig überraschend, an Cope.

Ein der vielen Cope Kicks (Foto via Zuffa LLC)

Kyle Kingsbury vs. Fabio Maldonado
Kingsbury hielt seinen Gegner auf Distanz und konnte so mit Jabs und Kicks punkten. Diese Kampfstrategie verriet er bereits in den Interviews vor der Begegnung und hielt sich scheinbar daran.  Der Brasilianer, Fabio Maldonado, versuchte den Kampf mit Haken zum Kopf und besonders zum Körper für sich zu entscheiden, doch sobald Maldonado den Infight suchte, griff Kingsbury zum Clinch und feuerte harte Knie ab. Maldonado wurde mehrfach mit Takedowns zu Boden gebracht, konnte Kingsbury dort jedoch mit dem Guillotine Choke gefährlich werden. Am Ende konnte Maldonado mehrere harte Körpertreffer anbringen, die dem Amerikaner scheinbar imponierten, denn dieser wich nach hinten. Das Duell ging schließlich an die Punktrichter. Die Wertung fiel bei allen Offiziellen gleich aus, denn Kingsbury gewann via Punktentscheidung mit 29-28, 29-28, 29-28.

Ein wuchtiges Knie von Kingsbury, während Maldonado zum Körper geht (Foto via Zuffa LLC)

Tim Credeur vs. Ed Herman
Es war bereits vorbei bevor es richtig angefangen hatte. Ringrichter Herb Dean musste nach nur 48 Sekunden den Kampfabbruch verlauten und die Hand des Siegers, Ed Herman, heben. Nach kurzem Abtasten wurde Credeur von zwei Aufwärtshaken getroffen und auf den Hosenboden geschickt, wo Herman ihn mit Ground and Pound KO schlug. Nach zwei erfolgreichen Knieoperationen scheint Herman wieder zu alter Stärke gefunden zu haben.

Leichtes Spiel für Herman (Foto via Zuffa LLC)

Clay Guida vs. Anthony Pettis
Guida ließ sich auf keinen Schlagabtausch mit Pettis ein, sondern spurtete vorwärts und gab nicht auf, bis er seinen Gegner auf den Boden bringen konnte. Als Pettis einen rechten Kick anbringen wollte, gelang Guida der Takedown. Auf dem Boden arbeitete Pettis mit starkem BJJ vom Rücken aus, während Guida aus der Guard Ellenbogenstöße verteilte. Pettis war mehrfach kurz davor Triangle Chokes oder Armbars anzusetzen, doch Guida rettete sich geschickt und machte weiter Druck von oben. Sobald Pettis wieder auf die Beine gelangte, wurde es gefährlich für Guida, der sich auf keinen wirklichen Schlagabtausch einließ, sondern erneut den Takedown suchte, der regelmäßig gelang. Pettis konnte keinen Aufgabegriff ansetzen, der Guida gefährlich werden konnte, obwohl er einen gescheiterten Judowurf von Guida konterte und für kurze Zeit dessen Rücken kontrollierte. Am Ende siegte der bessere Ringer nach Punkten und scheint damit der nächste Herausforderer auf den Leichtgewichtstitel zu sein.

Pettis versuchte vom Rücken aus aktiv zu bleiben (Foto via Zuffa LLC)

The Ultimate Figher 13 - Finalkampf
Tony Ferguson vs. Ramsey Nijem
Nijem versuchte den Kampf auf den Beinen zu halten, etwas überraschend, schließlich war er derjenige der im TUF-Haus als BJJ-Spezialist galt. Ferguson hingegen, der als starker Kickboxer gilt, brachte Nijem mehrfach zu Boden und schien seine Fähigkeiten im Ringen deutlich verbessert zu haben. Nijem befreite sich aus der Bodenposition und kam wieder auf die Beine, wo beide Athleten gute Kombinationen anbringen konnten. Knapp eine Minute vor Ende der ersten Runde wurde Nijem, etwas überraschend, von einem wuchtigen linken Haken getroffen, der ihn brutal zu Boden gehen ließ. Ferguson erreichte damit nicht nur sein erstes KO-Highlight in der UFC, sondern darf sich nun "The Ultimate Fighter" nennen.

Ferguson feiert (Foto via Zuffa LLC)

The Ultimate Fighter 13 Finale
4. Juni 2011
Palms Casino Resort in Las Vegas, Nevada, USA

The Ultimate Figher 13 - Finalkampf
Tony Ferguson bes. Ramsey Nijem via TKO nach 3:54 in Rd.1

Hauptkämpfe
Clay Guida bes. Anthony Pettis via Punktentscheidung (einstimmig)
Ed Herman bes. Tim Credeur via TKO nach 0:48 in Rd.1
Kyle Kingsbury bes. Fabio Maldonado via Punktentscheidung (einstimmig)
Chris Cope bes. Chuck O'Neil via Punktentscheidung (einstimmig)

Vorkämpfe
Jeremy Stephens bes. Danny Downes via Punktentscheidung (einstimmig)
George Roop bes. Josh Grispi via KO nach 3:14 in Rd.3
Shamar Bailey bes. Ryan McGillivray via Punktentscheidung (einstimmig)
Clay Harvison bes. Justin Edwards via Punktentscheidung (geteilt)
Scott Jorgensen bes. Ken Stone via KO nach 4:01 in Rd.1
Reuben Duran bes. Francisco Rivera via Rear Naked Choke nach 1:57 in Rd.3